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Erntejagd: Ministerium gibt Hinweise zur Durchführung

Redaktion jagderleben
am
Montag, 20.07.2020 - 07:23
Jaeger-Gewehr-Erntejagd © Michael - stock.adobe.com
Gesellschaftsjagden sind nun auch während der Corona-Pandemie erlaubt (Symbolbild).

Am 13. Juli hat das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) Hinweise zur Zulässigkeit von Gesellschaftsjagden in Zeiten der Corona-Pandemie herausgegeben. Bei der Durchführung sind die Maßgaben des § 5 Abs. 2 der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu beachten.

Dieser besagt, dass „Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten“ werden mit bis zu 200 Teilnehmern unter freiem Himmel gestattet sind. Laut StMELF muss die Einweisung vor der Jagd im Freien stattfinden und, „wo immer möglich, ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern“ einzuhalten. Der Jagdleiter hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten. Ebenso sollte eine Anwesenheitsliste geführt werden.

Ansitzeinrichtung auf Fahrzeugen erlaubt

Des Weiteren weist das Ministerium daraufhin, dass der Einsatz von Reviereinrichtungen auf Fahrzeugen nicht unter die Verbote des § 19 Abs. 1 Nr. 11 BJagdG sowie Art. 29 Abs. 2 Nr. 8 BayJG fällt. Ausschlaggebend ist, dass sich der Jäger außerhalb der Fahrgastzelle befindet und, dass das Fahrzeug mit abgestelltem Motor steht. „Insofern ist es zulässig, z.B. landwirtschaftliche Anhänger, Pickup mit Aufsatz, Fahrzeugaufbauten, o.ä. als Ansitzeinrichtung einzusetzen.“

Bei Gesellschaftsjagden, insbesondere Erntejagden, steht Sicherheit an oberster Stelle. Daher verweist das StMEL auf die Broschüre „Erntejagd“ sowie auf das Merkblatt „Erntejagd – aber sicher!“ des SVLFG (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau).


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