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Erneut Wolf erschossen

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Dienstag, 31.03.2015 - 02:00
Illegale Tötung: Dies ist der dritte Wolf in wenigen Monaten... Foto: S. Rieger © S. Rieger

Gegen Mittag wurde der Kadaver von einem Stangensammler in einem Waldgebiet nahe Wiepersdorf (Elbe-Elster-Kreis) entdeckt. Damit ist es der dritte vergleichbare Vorfall im Bundesland. Mit einem Unterschied: Im aktuellen Fall wurde dem Wolf nicht das Haupt abgetrennt. Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich um einen Rüden. Ein Wolfbeauftragter geht davon aus, dass es sich bei dem Fundort nicht um den Tatort handelt. Zudem sei der Wolf schon längere Zeit tot gewesen. „Die Liegezeit betrug zwischen 5-7 Tage“, heißt es in der Mitteilung.
Siegfried Rieger, Pächter des Pirschbezirks indem der Wolf gefunden wurde, bestätigt im Gespräch mit der Redaktion die Todesursache: „Das Tier wurde ganz klar erschossen. Hochblatt, unter der Wirbelsäule – ein Hohlschuss“, beschreibt er die Einschussstelle. Rieger vermutet ein Vollmantelgeschoss, da Ein- und Ausschuss identisch seien.
Auch die Verantwortlichen der Jägerschaften sind verärgert: "Der Landesjagdverband und Deutscher Jagdverband verurteilen die Tat aufs Schärfste", erklärte Robert Franck, Präsidiumsmitglied des LJV-Brandenburg. Egal wer es gewesen sei, damit werfe man die Bemühungen der Brandenburger Jäger zurück.
Die Polizei hat das tote Tier sichergestellt und die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit wird der Kadaver im IZW (Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin) untersucht.
MH