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Erlegerfotos in Namibia staatlich untersagt

Erlegerbilder sollen künftig nicht mehr in Sozialen Netzwerken veröffentlicht werden (Symbolbild).


Der namibische Umwelt- und Tourismusminister Pohamba Shifeta veröffentlichte am 3. Juli ein Memorandum. In diesem untersagt er die Veröffentlichung von Erlegerfotos auf sozialen Plattformen. In der Stellungnahme heißt es, dass dieses nicht nur unethisch sei, sondern auch das Bild des nachhaltig geführten Jagdsystems Namibias trübe. Laut dem Onlineportal „namibian.com“ würde aber nichts gegen das Nutzen von Erlegerfotos für private Zwecke sprechen – beispielsweise in einem Fotoalbum. Sie sollen jedoch nicht in den sozialen Medien gepostet werden. Zuletzt sorgte das Foto einer Amerikanerin, die sich mit einer von ihr erlegten schwarzen Giraffe in Siegerpose ablichten ließ, für heftige Diskussionen und Kritik im Netz.

DJV und CIC begrüßen diesen Schritt

Der Deutsche Jagdverband und die deutsche Delegation des CIC (International Council for Game and Wildlife Conservation) begrüßen in einer gemeinsamen Pressemitteilung das namibische Memorandum. Es stellt sich die Frage, wie der namibische Staat dies gewährleisten kann. Insbesondere bei ausländischen Jagdgästen, die nur eine kurzzeitige Jagderlaubnis für Namibia haben, wird es schwierig sein, diesen auch nach Beenden der Jagd zu verbieten, Bilder auf den sozialen Netzwerken zu posten.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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