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"Entwurf schreddernund neu schreiben"

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Mittwoch, 22.10.2014 - 02:00
LJV-Chef Ralph Müller-Schallenberg. Foto: MST © MST

Gestern Abend fand in Wesel am Niederrhein die dritte Regionalkonferenz zur geplanten Novelle des Landesjagdgesetzes statt. Wie auch auf den vorherigen Veranstaltungen in Münster und Köln, platzte auch dieses mal der Saal mit rund 2.500 Anwesenden aus allen Nähten. Der Unmut gegen die grünen und ideologiegetriebenen Vorhaben schwillt nicht ab. Eine Stimmung, die mittlerweile auch die Regierung um SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erreicht haben dürfte, teilt der Landesjagdverband mit.

Punkt für Punkt nahmen die Jäger das Pamphlet vom grünen Umweltminister Johannes Remmel auseinander. Norbert Meesters (SPD) sagte während der Podiumsdiskussion, dass die Jägerschaft auf Kompromisse bei der Gesetzfindung vorbereitet sein sollte. Aber gleichzeitig betonte er, dass es einen Gesetzesentwurf geben muss, der nicht gegen die Verfassung verstößt. LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg konterte und warf dem Politiker vor, dass seine Partei doch die Änderungswünsche mitgezeichnet hätte. Noch deutlicher die Worte von Friedhelm Ortgies (CDU): „Herr Meesters, setzen Sie sich durch, schreddern Sie den ganzen Kram oder schreiben Sie ihn komplett neu!“ Grünen-Vertreter waren übrigens auch vor Ort und zogen den Ärger der Korona auf sich. Die meisten (realitätsfernen) Ausführungen der „Verbotspartei“ wurden mit Gelächter und Buhrufen quittiert.
BS
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