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Entwurf passiert Kabinett

Auch Jagdhörner waren auf der Demonstration lautstark zu hören. Foto: K. Müller, Bauernblatt © K. Müller, Bauernblatt
Auch Jagdhörner waren auf der Demonstration lautstark zu hören. Foto: K. Müller, Bauernblatt © K. Müller, Bauernblatt

Auch Jagdhörner waren auf der Demonstration lautstark zu hören. Foto: K. Müller, Bauernblatt

Die biologische Vielfalt fördern und die Natur als Reichtum des Landes schützen, das ist das Ziel der Novelle. Der entsprechende gesetzliche Entwurf wurde nun vom Kabinett beschlossen und ist auf dem Weg in den Landtag.
Dass nicht alle mit den geplanten Änderungen einverstanden sind, bewiesen am Dienstag etliche Traktoren und ein Flugzeug mit Protestbanner vor und über dem Kieler Landeshaus. Neben Landwirten machten auf dem Regierungsviertel auch Jäger, Fischer, Waldbesitzer und Imker ihrem Ärger Luft.
Künftig sollen neben Einzelpersonen auch rechtsfähige Vereine und Stiftungen das Recht erhalten, ihnen gehörende Grundstücke aus ethischen Gründen zum befriedeten Bezirk erklären zu lassen. Geht es nach dem Bundesrecht ist dies bislang ausschließlich Einzelpersonen erlaubt. Auch sieht die Novelle eine Lockerung des Betretungsrechts vor. Konkret heißt das, dass abgeerntete Felder oder Grünlandflächen außerhalb ihrer Aufwuchszeit betreten werden dürfen – zu Erholungszwecken der Allgemeinheit.
Hingegen neu aufgenommen wurden nach der zweiten Kabinetts-Anhörung zwei Punkte: Das Anlocken und Füttern von Wölfen soll verboten werden. Hier wurde auf aktuelle Vorfälle reagiert die zeigten, dass durch das Füttern potenziell gefährliche Begegnungen mit dem Menschen provoziert werden. Ebenfalls neu ist, dass durch eine Änderung des Landeswaldgesetzes künftig keine Windkraftanlagen in Wäldern mehr errichtet werden sollen.
Das Gesetz sei von Anfang an mit Zielgenauigkeit und Augenmaß geschrieben worden. Es halte "ein fein tariertes Gleichgewicht zwischen Nutzen und Schützen", sagte Umweltminister Robert Habeck. Doch wiedermal scheint der ideologisch geprägte Naturschutzwille auf Kosten einiger Interessensgruppen zu gehen...
Die wesentlichen Änderungen zum neuen Naturschutzgesetz finden sie in der Mitteilung der Landesregierung.

PB/MH
Ein Protest-Video des Bauernverbandes finden Sie hier.