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Entlaufener Wolf im Bayerischen Wald erschossen

Die Wölfe aus dem Freigehege im Bayerischen Wald wurden wohl freigelassen.


Bereits in der Nacht auf Freitag, den 6. Oktober waren aus dem Freigehege im Nationalpark Bayerischer Wald sechs Wölfe entkommen. Wie Gregor Wolf, Pressesprecher der Nationalparkverwaltung, gegenüber der Redaktion bekannt gab, geht man inzwischen davon aus, dass die Tiere durch „unbekannte Dritte“ freigelassen wurden. Das Tor im, etwa vier Meter hohen Zaun des Geheges habe am Freitagmorgen offen gestanden. Die Polizei ermittelt in dem Fall. In einer ersten Pressemitteilung war bekanntgegeben worden, dass man von keiner Gefahr für die Bevölkerung ausgehe.

Inzwischen wurde jedoch einer der Grauhunde von Mitarbeitern des Nationalparks erlegt, da Versuche, das Tier zu narkotisieren fehlgeschlagen waren. Der Grund für die Erlegung sei, dass es bereits zu zwei kritischen Situationen gekommen sei. Dabei habe sich jeweils ein Wolf Spaziergängern deutlich genähert. Ob es sich bei dem getöteten Tier um den selben Wolf handele, sei allerdings unklar, so Pressesprecher Wolf.

Verbleib der Wölfe in Freiheit ausgeschlossen

Bereits in der Nacht zum Freitag war einer der Entlaufenen von einem Zug überfahren worden. Man versuche weiterhin mit Priorität die verbliebenen Tiere lebendig zu fangen. Jedoch gehe die Sicherheit der Menschen in jedem Fall vor. Ein Verbleib der Wölfe in Freiheit ist laut einer Pressemitteilung der Verwaltung ausgeschlossen. Man beobachte die Tiere weiter, und versuche sie mit Lebendfallen oder Narkosewaffen einzufangen. Von einer Gefährdung für die Anwohner wird weiterhin nicht ausgegangen. PM/SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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