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Endgültiges Urteil

Die zwei Hunde sollen ein Reh gejagt haben (Symbolbild). Foto: Martin Otto


Der Schütze hatte im Januar 2015 – wir berichteten hier – zwei Vierbeiner getötet, die bei einer Drückjagd im Nachbarrevier eingesetzt worden waren. Die Warnwesten und Ortungshalsbänder will er bei der Schussabgabe auf die überjagenden Hunde nicht erkannt haben. Seine Tat hatte er vor dem Richter mit dem Jagdschutz rechtfertigen wollen. Schon am Amtsgericht in Passau, sowie am Landgericht war er damit gescheitert und wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verurteilt worden. Beide Male hatte er Rechtsmittel eingelegt und gelangte so jetzt vor die letzte Instanz in der bayerischen Landeshauptstadt. Doch auch diese bestätigte die Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 30 Euro, somit wurde das Urteil endgültig rechtskräftig.
Wie damals schon von Gerichtssprecher Joachim Polkert vermutet, wurde der Antrag des Schützen auf Verlängerung des Jagdscheins während des laufenden Verfahrens nicht weiter vom Landratsamt bearbeitet. Dies wurde auch auf Anfrage der "Passauer Neue Presse" vom Amt bestätigt: "Die beantragte Verlängerung wurde von uns nicht bearbeitet, bis ein endgültiges Urteil im Strafverfahren da ist. Jetzt kommt eine Verlängerung nicht mehr in Frage." Außerdem wurden die Waffenbesitzkarten und die Gewehre des Angeklagten eingezogen.
RW
 


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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