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"Elite-Schule" für Gänse

Ringelgänse sind bei uns meistens nur im Winter zu beobachten. Foto: Horst Jegen © Horst Jegen

Die Weichen des Lebens werden schon im Kinderzimmer gestellt – auch bei den Gänsen. Fürsorgliche Ringelgans-Mütter sollten deshalb genau darauf achten, wo sie ihr Nest anlegen. Denn so wie die Schulen unterschiedlicher Stadtviertel unterschiedlichen „Elitecharakter“ haben, bieten auch unterschiedliche Nistgebiete jeweils andere Startchancen für die Junggänse.
Christopher Nicolai und James Sedinger von der Universität von Nevada untersuchten die Lebensgeschichten von 18 Jahrgängen von Ringelgänsen. Sie erkannten, dass es erstklassige Brutstandorte gibt, an denen Jahr für Jahr nur wenige Nestlinge sterben, die Küken schneller wachsen und die Jungen, die dort flügge werden, auch als Gössel bessere Überlebenschancen haben.
Trotzdem bleiben Ringelgänse Jahr für Jahr ihrem persönlichen Brutplatz treu, auch wenn es sich dabei um ein eher ungünstiges Gebiet handelt. Was die Gänsemütter dazu bewegt, so konservativ an diesen "Schmuddelvierteln" fest zu halten, bleibt bisher noch ihr Geheimnis.
CM