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Elfenbeinhandel legalisieren?

Einige südafrikanische Länder wollen ihre Elfenbeinvorräte verkaufen. Foto: Eva Pum © Eva Pum

Auf dem 62. Treffen des ständigen Komitees der CITES am 23. - 27. Juli 2012 in Genf wurde vorgeschlagen, den kontrollierten Handel mit Elfenbein wieder zu erlauben. Ziel sei es, den Preis von Elfenbein zu senken und damit der Wilderei die finanzielle Lukrativität zu nehmen. Vor allem Länder des südlichen Afrikas wollen damit den Lohn für ihren Artenschutz einstreichen. Mittel- und ostafrikanische Länder hingegen haben sich gegen den legalen Handel ausgesprochen, weil sie ein Wachstum des Schwarzmarktes fürchten. Der Vorschlag muss auf der nächsten Konferenz in Bangkok noch verabschiedet werden. Zuletzt hatte Namibia (Elfenbeinvorrat: 30 Tonnen) verlangt, die Stoßzähne im Wert von rund 20 Millionen Euro mit Hilfe einer CITES-Ausnahmegenehmigung verkaufen zu dürfen. Man ist nicht gewillt – wie vor kurzem in Gabun geschehen – das Elfenbein zu verbrennen. Begründet wird ein Verkauf damit, dass die Wilderei in dem Land seit 2002 nicht zugenommen habe. Bereits 2008 durfte der Staat im südlichen Afrika rund sieben Tonnen Elfenbein in China und Japan versteigern.
BHA