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Elfenbein vernichtet

Wie auf diesem Bild wurden die Stoßzähne zu elf riesigen Bergen aufgetürmt (Symbolbild). Foto: R. Mushtaq/WWF © R. Mushtaq/WWF

„Elfenbein gehört unseren Elefanten. Einen Markt dafür darf es nicht geben“, erklärte Kenias Präsident Uhuru Kenyatta. Im Nairobi-Nationalpark zündete er die erste von insgesamt elf mehrere Meter hohen Stoßzahnpyramiden an. Der mehrere Tage andauernde Brand vernichtete insgesamt 105 Tonnen Elfenbein und 1,35 Tonnen Rhinozeros-Hörner. Rund 150 Millionen Dollar wäre das „weiße Gold“ auf dem Schwarzmarkt Wert gewesen.
Kritiker der Aktion wollten den Erlös aus der gewilderten Ware für andere Zwecke einsetzen. Diesen erteilte Kenyatta eine klare Absage. Elfenbein sei ohne Elefant wertlos. Der Vorsitzende der kenianischen Umweltbehörde, Dr. Richard Leakey, appellierte an alle Länder, sich ebenfalls gegen den illegalen Handel zu stellen. 8.000 Elefanten wurden allein für diese verbrannten Mengen getötet.
Auch die Niederlande wollen den illegalen Handel mit gewilderten Produkten stoppen. Dafür beschloss das Land ein Einfuhrverbot für 200 Arten. Dem Einvernehmen nach bezieht sich dieses unter anderem auf Löwen, Breitmaulnashörner, Elefanten, Geparden und Nilpferde. Welche Auswirkungen dies auf die Trophäenjagd hat, bleibt abzuwarten. Dass die Trophäenjagd für afrikanische Länder unverzichtbar ist, haben auch die Parlamentarier in Brüssel erkannt und ein EU-weites Einfuhrverbot für Trophäen abgelehnt (wir berichteten hier).
MH