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Elektroschutzweste gegen Wolfsangriffe

Diese Weste soll laut einer Studie Hunde vor Wölfen schützen. Foto: Wolf Proof


Bei der beliebten Jagdart spüren, verfolgen oder stellen die Hunde während der freien Suche das Wild, insbesondere Elche. Das geschieht zum Teil in größerer Entfernung zum Hundeführer. Viele Jahrzehnte wurde diese Jagdmethode in nahezu wolfsleeren Gebieten praktiziert. Mit der Zunahme des Wolfsbestandes in Mittelschweden in den letzten anderthalb Jahrzehnten, ist die Wahrscheinlichkeit eines Zusammentreffens von Jagdhund und Wolf größer geworden. Der Wolf kann den Hund als Nahrungs-, Habitat oder Sexualkonkurrent in seinem Revier wahrnehmen und eine körperliche Auseinandersetzung nicht scheuen – meist zu Ungunsten des Hundes.
In den letzten Jahren wurden unter anderem Schutzwesten entwickelt, die Jagdhunde beim Zusammentreffen mit einem Wolf vor ernsthaften Verletzungen schützen sollen. An einer davon wirkte Christina Sundqvist Järn mit: "Wenn ein spitzer Gegenstand, wie zum Beispiel der Zahn eines Wolfes, auf die silbernen Litzen drückt, wird ein Schlag ausgelöst. Streicheln kann man die Hunde aber trotzdem noch," berichtet die Schwedin amüsiert auf die Frage der jagderleben-Redaktion, ob "Gefahr" für Jäger besteht. Die Energie der Stromstöße kann mit einem "ordentlichen" Weidezaun verglichen werden. Auch bei Nässe arbeitet die "Wolf Proof" zuverlässig, einer der Hunde war nachweislich rund zehn Minuten im Wasser.

Das Wildschadenszentrum (Viltskadecenter) an der Schwedischen Universität der Agrarwissenschaften hat in der vergangenen Jagdsaison zwölf Hunde an 223 Jagdtagen eine dieser Wolfsschutzwesten testen lassen und die daran teilgenommenen Hundeführer über ihre Erfahrungen zum Einsatz der Schutzweste in der Praxis befragt. Das Ergebnis: sehr zufriedenstellend, keine Hunde wurden verletzt.
MS/BS