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Elefanten-Massaker in Botswana

Die Wilderer haben es auf die Stoßzähne abgesehen, um diese am Schwarzmarkt zu verkaufen.


Die Non-Profit-Organisation „Elephants without Borders“, die im Auftrag der botswanischen Regierung den Elefanten-Bestand im Land zählt, gab Anfang der Woche in verschiedenen Medien bekannt, dass sie mindestens 87 Kadaver von Elefanten gefunden haben. Die Tiere seien gewildert worden.

In einem Schreiben dementiert die Regierung dies und spricht von einer Zahl von 53 toten Tieren, die eines natürlichen Todes gestorben seien. 

Gegenüber der BBC sagte ein Mitarbeiter der Tierschutzorganisation: „Ich bin schockiert. Das ist bei weitem der größte Fall von Elefantenwilderei, den ich je gesehen oder von dem ich in Afrika auch nur gehört habe.“

Entwaffnete Anti-Wilderer-Einheiten

Nach dem Regierungswechsel im April 2018 ließ der neue Staatspräsident die staatlichen Anti-Wilderer-Einheiten entwaffnen. Diese hatten seit Jahren eine gnadenlose „Shoot-To-Kill“-Politik gegen Wilderer gefahren. Seit 2014 ist die Trophäenjagd auf staatlichem Gebiet in Botswana verboten.

In dem südafrikanischen Land leben etwa 135.000 Elefanten, fast ein Drittel der geschätzten afrikanischen Gesamtpopulation. Ende 2017 verbot die chinesische Regierung den Handel mit Elfenbein, weshalb man hoffte, dass die Wilderei in Afrika so in den Griff zu bekommen sei. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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