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Einsatz auf der Autobahn

Einen ungewöhnlichen "Jagdeinsatz" hatten die beiden Jäger Horst Musehold und Hans Babbe auf der Bundesautobahn A1 zwischen den Anschlußstellen "Oldenburg Nord" und "Jahnshof" (Schleswig-Holstein) zu absolvieren. Was war passiert?
Nach dem ein Verkehrsteilnehmer der Polizei drei – wie es hieß "kämpfende" – Damhirsche auf der Fahrbahn gemeldet hatte, musste dieser Autobahnabschnitt für über eine Stunde gesperrt werden. Während die Straßenmeisterei die Strecke sicherte, hielten die beiden herbeigerufenen Jäger Ausschau nach den kämpfenden Rivalen. Zwei von ihnen hatten die ungemütliche Arena da wohl schon wieder verlassen. Der dritte wurde mit gebrochenem Lauf an der Fahrdammböschung gefunden; ihm musste der Fangschuss angetragen werden.
Wie in solchen Fällen üblich, übernahm die Straßenmeisterei die "Entsorgung", den Jägern blieb nicht einmal mehr die Trophäe des gerade verschlagenden Schauflers.
Die Frage, welchen Weg die drei Recken auf die Autobahn genommen haben könnten, beantwortete Hans Babbe gegenüber jagderleben.de so: "Ich vermute, dass Wild in dem dortigen Bereich nur über die Anschlußstellen auf die Fahrbahn gelangen kann".
Denn eigentlich sei die A1 ja mit einem Wildschutzzaun gesichert. Dennoch kam es nach Aussage des Jägers bereits in der Vergangenheit auf diesem Streckenabschnitt mehrmals zu Zusammenstößen mit Wild. Und das, obwohl sich in der Nähe sogar zwei Tunnel als Wilddurchlässe befinden. Was immer die drei Damschaufler auf die Autobahn geführt haben mag, die Theorie der zuständigen Polizeidirektion dazu, darf als unzutreffend erachtet werden: In deren Pressemitteilung ist von "offensichtlich brünstigen" Damhirschen und von "Brunstkämpfen" die Rede.
Nein liebe Ordnungshüter, die Paarungszeit liegt beim Damwild nicht im August, sondern im Oktober/November. RJE