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Eingefangener Wolfshybrid aus der Eifel stammt aus Belarus

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 29.10.2020 - 12:02
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Wolfshybrid-Eifel © Mikhail Semenov - stock.adobe.com
Der Transponderchip zeigt, dass das Tier aus Belarus stammt (Symbolbild).

Ende September sorgte ein wolfsähnliches Tier in Monschau (Nordrhein-Westfalen) für Aufregung. Das Tier war von Passanten eingefangen worden. Da nicht klar war, ob es sich um einen echten Wolf oder um einen Wolfshybriden handelt und die Herkunft unbekannt war, wurde das Tier in eine "geeignete Unterkunft" vermittelt. Dort nahm man auch DNA-Proben von dem scheuen Tier zur weiteren Klärung.

Nun steht fest, um was es sich dabei handelt. Wie das Landesamt für Natur Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) erklärt, sei bei einer tierärztlichen Untersuchung ein Transponderchip gefunden worden. Dieser würde eindeutig belegen, dass das Tier nicht aus freier Wildbahn stammt. Über die Chipnummer konnten die Behörden eine Herkunft aus Belarus zurückverfolgen. "Eine Anfrage bei den belarussischen Behörden wurde hinterlegt, um den konkreten Halter ermitteln zu können", so das LANUV. Es sei aber nach wie vor völlig unklar, wie das Tier aus Belarus in die Eifel gelangt ist. 

DNA-Test zeigt, dass es sich um einen Wolfshybriden handelt

Die DNA-Untersuchung durch das Senckenberg-Institut hatte festgestellt, dass es sich bei dem Tier um einen Wolfshybriden handelt, da genetische Merkmale von Haushunden gefunden wurden, die vor drei Generationen eingekreuzt worden waren. Er unterscheide sich damit eindeutig von Wölfen der mitteleuropäischen Population, so das LANUV weiter. Das Tier jetzt freizulassen, würde nicht in Betracht kommen.


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