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Eidechsen vs. Borreliose

Foto: Dr. D. Schatz © Dr. D. Schatz

Sobald die Insulaner etwas Essbares ungeschützt stehen lassen, machen sich die verfressenen Eidechsen darüber her. Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, schützen die Madeiraeidechse aber die Bewohner indirekt vor Lyme-Borreliose. Denn da es auf Madeira deutlich mehr Eidechsen als Mäuse gibt, und die Reptilien im Gegensatz zu den warmblütigen Säugern keine Borrelien (Borrelia burgdorferi) in sich tragen, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, mit den Bakterien infiziert zu werden. Doch damit nicht genug: Saugen infizierte Zecken das Blut der Reptilien, wird Borrelia burgdorferi im Körper der Zecke getötet, berichtet Prof. Dr. Peter Wirtz. Diese neutralisierende Funktion besitzen übrigens auch Wiederkäuer wie Ziegen, Schafe, Rehe und Hirsche.
Dr. Dorothee Schatz
Ein kurzer Clip von den gefräßigen Eidechsen: