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Echte Regionalität gefordert

Heiner Sindel (M.), Gastwirt und Jäger, setzt sich für regionale Wertschöpfung ein. Foto: JMB © Bloch Josef-Markus
Mit einem fiktiven, angeblich echt bayerischen "Regi-O-Saft" machten die Initiatoren auf das Problem regionaler "Mogelpackungen aufmerksam. Foto: JMB © Bloch Josef-Markus

Mit einem fiktiven, angeblich echt bayerischen "Regi-O-Saft" machten die Initiatoren auf das Problem regionaler "Mogelpackungen aufmerksam. Foto: JMB

Mit der Presseaktion „Mogelpackungen – das Geschäft mit der scheinbaren Regionalität“ informierte der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. am 19. Oktober in der Münchner Fußgängerzone über seine Arbeit für die Wahrung glaubwürdiger, „echter“ Regionalität. Gemeinsam mit Vertretern des "Unser Land"-Netzwerkes, der "Verbraucherzentrale Bayern", der Initiative "Die Regionaltheke - von fränkischen Bauern" sowie der "Bäckerinnung Dachau" forderte der Verband die Einführung eines bundesweit einheitlichen Regionalen Gütesiegels.
Regionalität lebt von Glaubwürdigkeit“ betont Heiner Sindel, der 1. Vorsitzende des Bundesverbandes der Regionalbewegung. Sindel, von Beruf Gastwirt und daneben bodenständiger Jäger, hat sein Engagement für regionales Wirtschaften einst aus dem "Rebhuhnprojekt Feuchtwangen" heraus entwickelt; eine mit dem BJV-Naturschutzpreis ausgezeichnete Aktion.
Ein Regionalprodukt, so der Bundesvorsitzende sei nur dann ernst zu nehmen, wenn idealerweise alle Wertschöpfungsstufen – Erzeugung, Verarbeitung und Handel – in einer definierten Region angesiedelt seien. Wenn der Lebensmitteleinzelhandel Eigenmarken kreiert, die deutschlandweit in den Regalen stehen, hat das für ihn leider nichts mehr mit Regionalität zu tun. Derzeit arbeitet der Bundesverband an der Ausarbeitung für Qualitätskriterien eines Regionalen Gütesiegels. Verliehen werden soll es an regionale Initiativen, welche die Kriterien erfüllen. Diese wiederum könnten dann ihre Mitglieder, beziehungsweise deren Produkte damit ausstatten.
Von jagderleben.de darauf angesprochen, äußerte Sindel die Ansicht, dass gerade auch regionale Wildbret-Vermarktungs-Initiativen, dafür geeignet erscheinen, dereinst mit dem Siegel zu werben. PM/JMB