Home News E-Zaun ausgetrickst

E-Zaun ausgetrickst

Eines der gerissenen Stücke hinter dem zusätzlich gesicherten Zaun. Foto: Gerd-Peter Diederich


Am Mittwoch, den 22. Februar 2012, hat ein Wolf im Kreis Wittstock (Brandenburg) die vermeintlich sichere Barriere eines Damwild-Gatters überwunden und vier Tiere gerissen, darunter drei tragende.
Am frühen Mittwochmorgen bemerkte ein Arbeiter bei einem Routine-Kontrollgang ein totes Tier. Das auf 28 Tiere reduzierte Rudel verhielt sich auffällig nervös in einer Ecke des Gatters. Ein verletztes Kalb, das aufgrund der Schwere der Verletzungen erlöst werden musste, verhärtete den Verdacht des Tierpflegers, es müsse sich um einen Wolfsangriff handeln. Später bestätigte ein Wolfsexperte "mit ziemlicher Sicherheit" gegenüber der "Märkischen Allgemeine" die "Täterschaft" des Grauhundes.
Vor gut eineinhalb Jahren hatte schon einmal ein Wolf in dem Gehege 15 Stück Damwild gerissen (jagderleben.de berichtete hier). Nach diesem Vorfall sicherten die Betreiber das Gatter mit Elektrozäunen. An verschiedenen Spuren konnte festgestellt werden, dass Isegrim mehrmals versuchte, sich unter dem Zaun durchzugraben. Schließlich fand er eine Stelle, an der der Zaun etwas Höher angebracht war und nutzte diese. BS