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Duft-Magneten

Foto: Bernhard Volmer © Bernhard Volmer

Umherstreifende Fuchsrüden hinterlassen alle 100 bis 250 Meter charakteristische Duftmarken. Und so ein "Duft-Netz" webten auch englische Fuchsforscher in den von Mensch und Fuchs dicht besiedelten Vororten der westenglischen Hafenstadt Bristol. Sie "markierten" Teilbereiche der stabilen Herbst-Reviere mit künstlichem Fuchsurin und verfolgten, wie sich die Revierinhaber angesichts eines so aufdringlichen Eindringlings verhielten.
Die Fremddüfte alarmierten die Rüden sofort: Sie patrouillierten die Ecken ihres Territoriums besonders intensiv, in denen sie die vermeintlichen Rivalen witterten. Vor allem die starken Rüden hielten sich nun vermehrt in den "gestörten" Bereichen auf. Das Territorialverhalten der Füchse ist davon abhängig, wie viel Kilo sie auf die Waage bringen. Vor allem die schweren Rüden kümmern sich um die Verteidigung der Reviergrenzen. Kein Wunder, dass sie jetzt im Winter oft Bisswunden auf dem Rücken tragen: Je höher die Fuchsdichte, desto mehr! Die Fähen ließen sich von den falschen Herrendüften der Wildbiologen nicht aus der Reserve locken. Sie zogen sich sogar aus den Revierteilen mit den vermeintlichen Eindringling zurück. Ihre Sache ist nicht das Vertreiben von Rüden. CM