Home News Duell mit Zug verloren

Duell mit Zug verloren

Erst wenige Tage zuvor war man dem Petz durch Abdrücke im Schnee auf die Spur gekommen. Foto: AJF Graubünden


Am Wochenende wurde in der Schweiz ein Bär von einem Zug der Rhätischen Bahn frontal erfasst und sofort getötet. Der Unfall ereignete sich Freitagabend kurz nach 23 Uhr zwischen Zernez und Schanf (Engadin/ Kanton Graubünden). Der verunfallte Bär ist ein 110 Kilogramm schweres, männliches Jungtier, wie das kantonale Amt für Jagd und Fischerei mitteilt. In Medienberichten wird darüber spekuliert, dass es sich bei dem Petz um einen Zuwanderer aus dem Trentin handeln könnte, der auch schon in Südtirol unterwegs gewesen ist und die wissenschaftliche Bezeichnung „M32“ trägt.
Ob dem so ist, sollen genetischen Untersuchungen zeigen. Zu diesem Zweck wird der Kadaver der Universität Bern übergeben. Die Anwesenheit eines Braunbären war im Unterengadin seit knapp einer Woche bekannt. Nach Auskunft von Dr. Georg Brosi, Vorsteher des Amtes für Jagd und Fischerei Graubünden, konnte das Tier noch am Tag des Unglücks von der Wildhut beobachtet werden.
Bei dem Zwischenfall handelt es sich nicht um das erste Unglück dieser Art in jüngerer Zeit in der Schweiz. Bereits im Jahre 2012 ist es bei Scuol zu einem Bahnunfall mit einem Bären gekommen. Damals hat der Bär „M13“ den Zusammenstoß allerdings überlebt.
PM/JMB