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Drückjagden trotz Corona? So planen die Landesforstbetriebe

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Sonntag, 27.09.2020 - 15:01
Keiler-Streckelegen © Eva Grun
Die meisten Landesforstbetriebe wollen ihre Gesellschaftsjagden druchführen.

Im folgenden finden Sie die Antworten der jeweiligen Landesforsten bzw. des zuständigen Ministeriums zur Durchführung von Gesellschaftsjagden während der Corona-Pandmie.

Von den Landesforstbetrieben in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein liegen derzeit noch keine schriftlichen Antworten vor.

Die Landesforsten im Überblick

Unter welchen Corona-Auflagen findet die Gesellschaftsjagd statt?

Gesellschaftsjagden finden bei den Bayerischen Staatsforsten nur unter strikter Einhaltung der rechtlichen Vorgaben statt. Bezüglich der CoVid-19-Pandemie ist hierfür die 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für Veranstaltungen unter freiem Himmel maßgeblich. Allem voran ist der vorgegebene Mindestabstand von mindestens 1,5 m zu allen Zeiten der Gesellschaftsjagden einzuhalten. Dies gilt insbesondere für die Begrüßung und Jagdscheinkontrolle, Aufteilung der Schützen auf die Ansteller, beim Einnehmen und Verlassen der Stände, bei der Bergung des Wildes, bei eventuellen Nachsuchen, beim Streckelegen und Versorgen des Wildes. Muss der Mindestabstand in Einzelfällen unterschritten werden, so sind von allen Beteiligten Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen.

Wie diese Vorgaben in der Praxis umgesetzt werden, erarbeiten die Forstbetriebe in eigenen Schutz- und Hygienekonzepten. Die Auflagen werden regelmäßig sowie anlassbezogen an das aktuelle und örtliche Infektionsgeschehen angepasst.

Wird der teilnehmende Personenkreis in irgendeiner Weise eingegrenzt?

Die Teilnehmerzahl ist entsprechend der rechtlichen Vorschriften für Veranstaltungen im Freien begrenzt. Weiterhin ist der Teilnehmerkreis lokal soweit zu begrenzen, dass die oben genannten Auflagen eingehalten werden können. 

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Die Bayerischen Staatsforsten haben angesichts der ASP bereits in den vergangenen Jahren die Jagd auf Schwarzwild intensiviert und haben innerhalb des rechtlichen Rahmens verschiedene Anstrengungen unternommen, um die Schwarzwildbestände anzupassen. So bekennen sich die BaySF zur Bewegungsjagd als tierschutzgerechte und effiziente Jagdart, um erhöhte Wildbestände auf ein verträgliches Niveau zu bringen.

Unter welchen Corona-Auflagen findet die Gesellschaftsjagd statt?

Die Berliner Forsten beachten bei den bevorstehenden Gemeinschaftsjagden die jeweils gültigen Regelungen zum SARS-CoV-2-Infektionsschutz. Für geplante Bewegungsjagden wurde ein Schutz- und Hygienekonzept entwickelt, das allen Teilnehmenden als verpflichtende Vereinbarung vorab zur Kenntnis gegeben wird. Gegenstand des Konzeptes sind unter anderem:

  • Kontaktlisten mit detaillierten Angaben zu allen Teilnehmenden
  • Maßnahmen zur jederzeitigen Gewährleistung des Mindestabstandes von 1,5 m
  • Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen in Begegnungssituationen (Anmeldung, Streckenplatz, Autofahrten…)
  • Benennen eines Beauftragten für die Einhaltung des Schutz- und Hygienekonzeptes
  • Bereitstellen und Nutzen von Desinfektionsmittelspendern, Einweghandschuhen, Wasserkanistern und Seife
  • Eindeutige Einweisungen, Leitsysteme/Beschilderungen
  • Begegnungsfreie Wegeleitung (Kreisverkehr)
  • Bildung von festen Kleingruppen ohne Austausch
  • Gruppenweise, begegnungsfreie Wildanlieferung zum Streckenplatz
  • Verzicht auf Jagdhornblasen, gemeinsames Streckelegen, „Schüsseltreiben“ etc.

Wird der teilnehmende Personenkreis in irgendeiner Weise eingegrenzt?

Personen mit Atemwegssymptomen, Fieber, Husten, Geruchsverlust oder anderen einschlägigen Symptomen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Der Einfluss der ASP auf die Durchführung von Jagden ist elementar. Je nach Seuchen-Status ist in einem Gebiet u.U. die Durchführung der Jagd durch die Veterinärämter untersagt oder an bestimmte Bedingungen geknüpft. Außerhalb dieser Bereiche besteht weiterhin die Aufforderung der Veterinärämter an die Jägerschaft, den Schwarzwildbestand durch eine „straffe“ Bejagung zu dezimieren.

Unter welchen Corona-Auflagen findet die Gesellschaftsjagd statt?

Die SARS-CoV-2-Umgangsverordnung ist anzuwenden. Alle Jagdteilnehmer werden mit einem Kontaktdatenblatt erfasst, das ihnen im Vorfeld der Jagd gemailt wurde und das sie ausgefüllt zur Anmeldung mitbringen müssen. Die Anmeldung, Jagdschein- und Schießnachweiskontrolle, sowie die Belehrung und Einteilung der Schützengruppe erfolgt in Kleingruppen bzw. direkt mit der Einzelperson. Das Tragen des Mund- Nasen- Schutzes ist für alle Teilnehmer der Jagd verbindlich, sofern kein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann. Jeder Schütze fährt individuell zu seinem zugewiesenen Stand. Auf das Streckelegen kann verzichtet werden.

Wird der teilnehmende Personenkreis in irgendeiner Weise eingegrenzt?

Die SARS-CoV-2-Umgangsverordnung ist anzuwenden. Gesellschaftsjagden sind demnach als öffentliche Veranstaltungen zu betrachten, deren Durchführung ab einer Teilnehmeranzahl von 1.000 untersagt ist. Diese Grenze wird im Rahmen von Gesellschaftsjagden im Land Brandenburg regelmäßig nicht erreicht.

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Zurzeit besteht im „Gefährdeten Gebiet“ und in der darin liegenden Kernzone ein Jagdverbot auf alle Wildarten. Bewegungsjagden sind im Kerngebiet des ASP-Ausbruchs und im „Gefärdeten Gebiet“ (zurzeit 110.000 ha groß) untersagt, die Ausweisung einer Pufferzone ist in Vorbereitung, auch hier werden Bewegungsjagden mit Ausnahme von „Erntejagden“ verboten werden.

Solche Jagden finden im Stadtstaat Bremen nicht statt. Wir haben uns aber der anhängenden Verordnung Niedersachsens angeschlossen.

Unter welchen Corona-Auflagen findet die Gesellschaftsjagd statt?

In der Revierförsterei Eißendorf ist eine Gesellschaftsjagd im Dezember 2020 geplant. Dabei finden die Vorgaben der „Zwölften Verordnung zur Änderung der Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung“ vom 26. August 2020, sowie die „Organisatorischen Hinweise zum Infektionsschutz bei der Durchführung von Gesellschaftsjagden“ des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, bei der Erarbeitung eines Hygienekonzepts Anwendung.

Wird der teilnehmende Personenkreis in irgendeiner Weise eingegrenzt?

Der Teilnehmerkreis wird dabei auf das erforderliche Maß begrenzt.

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Da in dem bejagten Revierteil kein Schwarzwild vorhanden ist, sind aktuell keine Einschränkungen vorhanden. Zukünftige Entwicklungen in Bezug auf die ASP werden selbstverständlich berücksichtigt.

Unter welchen Corona-Auflagen findet die Gesellschaftsjagd statt?

Bewegungsjagden werden im Landesbetrieb HessenForst rechtskonform und zum Schutz von Beschäftigten und Jagdgästen auf Grundlage eines Hygienekonzeptes durchgeführt. Maßgeblich dabei sind die Einhaltung der Anstandsregeln sowie die Gewährleistung der Hygienestandards. Diese werden von den Forstämtern den lokalen Verhältnissen und Erfordernissen entsprechend angepasst. Die Hygienekonzepte werden der jeweiligen Corona-Lage folgend stetig aktualisiert.

Es gelten folgende Grundsätze:

  • Es werden nur so viele Jagdgäste eingeladen, dass die Abstands- und Hygieneregeln an den jeweiligen Örtlichkeiten sicher eingehalten werden können.
  • Die Listen aller an der Jagd teilnehmenden Personen (inkl. Forstamtspersonal) werden lückenlos mit vollständiger Adresse und Telefonnummer geführt. Bislang nicht vorhandene Daten liefern die Jagdgäste mit ihrer schriftlichen Jagdanmeldung. Datenschutz ist sicher gestellt.
  • Die Anreise der Teilnehmenden wird so organisiert, dass diese selbständig und ohne umzusteigen oder neue Fahrgemeinschaften zu bilden, zur Jagd abrücken können. Fahrgemeinschaften sind mit der Jagdanmeldung verbindlich mitzuteilen. Die Bildung neuer Fahrgemeinschaften am Jagdtag unterbleibt. 
  • An den Treffpunkten sind Aushänge mit den Abstands- und Hygieneregeln vorhanden.
  • Sämtliche Teilnehmenden tragen an den Treff- und Sammelpunkten sowie beim Einweisen in die Stände Mund-Nasen-Bedeckung.
  • Die Jagdgäste führen eigene Schreibutensilien mit.
  • Es werden ausreichend große Örtlichkeiten für den Treffpunkt gewählt, die eine Mindestfläche von 3 m2 je teilnehmender Person bieten.
  • Organisationspersonal (Anmeldung, Streckenbuchführung, Nachsuchenkoordination,...) ist durch ist durch geeignete Maßnahmen (Trennscheiben, Mundschutz...) geschützt. Wer die entsprechenden Organisationspunkte aufsucht, ist verpflichtet eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. 
  • Die Teilnehmenden werden durch ein Leitsystem zur/von Anmeldung / Streckenbuchführung / Nachsuchenkoordination etc. hin- / weggeleitet (Trassierband), Abstandsmarkierung von mind. 1,5 Meter sind vorhanden.
  • Auf ein Catering wird grundsätzlich verzichtet.

Wird der teilnehmende Personenkreis in irgendeiner Weise eingegrenzt?

Es nehmen nur Personen an der Jagd teil, die sich in den letzten 14 Tagen nicht in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben oder daher kommen. Vor Jagdbeginn haben sie eine entsprechende Erklärung schriftlich abzugeben.

Forstpersonal, welches einer Risikogruppe angehört, wird die Teilnahme an Gesellschaftsjagden frei gestellt.

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Zunächst hat der ASP-Ausbruch im Spree-Neiße-Kreis keinen Einfluss auf die Durchführung hiesiger Bewegungsjagden. Die erzielten Schwarzwildstrecken werden für ein verstärktes Monitoring genutzt. Im Übrigen sind für die Durchführung der Bewegungsjagden die veterinärbehördlichen Anordnungen maßgeblich, der der jeweiligen ASP-Lage folgend erlassen werden.

In einem Schreiben "Drückjagdorganisation und Infektionsschutz" des Vorstandes an die Forstämter werden unter anderem folgende Maßnahmen beschrieben:

  • Mindestabstand von 1,5 m. Sollte kein Mindestabestand möglich sein, ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.
  • Jede Drückjagd muss beim zuständigen Gesundheitsamt angezeigt werden.
  • An allen Treffpunkten ist Desinfektionsmittel bereitzustellen.
  • Begrüßung, Jagdscheinkontrolle, Ansprache sowie Verabschiedung erfolgt vorzugsweise in räumlich voneinander getrennten Kleingruppen.
  • Kontaktdaten aller Jagdteilnehmer sind zu erheben.
  • Fahrgemeinschaftten mit Personen, die nicht demselben Haushalt angehören, sollten unterbleiben.

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Bezüglich der Anfrage zur Auswirkung des Ausbruches der ASP ist zu sagen, dass entsprechend der ASP-Allgemeinverfügung vom 13.11.2014 eine Beteiligung von Jägern, die ihren Hauptwohnsitz in einem ASP-Gebiet haben, nicht erlaubt ist. Bei einem Ausbruch in M-V oder in unmittelbarer Nähe zu M-V sind weitere Jagdeinschränkungen nach Maßgabe der Vererinärbehörden absehbar. Dies kann bis zu einer vollständigen Einstellung der Jagd in bestimmten Bereichen gehen.

Unter welchen Corona-Auflagen findet die Gesellschaftsjagd statt?

Die in den NLF geplanten gemeinschaftlichen Jagden in der diesjährigen Drückjagd-Saison berücksichtigen die allgemeinen rechtlichen Vorgaben der Corona-Verordnungen, die organisatorischen Hinweise für den Infektionsschutz bei der Durchführung von Gesellschaftsjagden des zuständigen Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (ML) und werden an die jeweils aktuellen Entwicklungen angepasst.

Das Einhalten von Mindestabständen, das ggf. erforderliche Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, das Vermeiden von direkten persönlichen Kontakten und das Beachten der persönlichen Hygiene zählen zu den wesentlichen einzuhaltenden und vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion bei gemeinschaftlichen Jagden in den NLF. Unvermeidbare Personenansammlungen im Freien werden auf die kürzest mögliche Zeit, ggf. unter Einsatz eines Mund-Nasenschutzes, begrenzt. Die persönliche Gesundheit und Sicherheit eines jeden Jagdteilnehmers genießt Vorrang bei allen Jagden in den NLF.

Wird der teilnehmende Personenkreis in irgendeiner Weise eingegrenzt?          

Eine Eingrenzung der Jagdgäste der NLF findet nicht statt. Von den Jagdgästen wird erwartet, dass sie eine jagdliche Einladung nur annehmen, wenn sie kein Ansteckungsrisiko für die anderen Jagdteilnehmer darstellen. Wo dies erforderlich und möglich ist, treffen sich die bei einer Gemeinschaftsjagd mitjagenden an unterschiedlichen Orten in dann kleineren Gruppengrößen.

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Die Bejagung des Schwarzwildes in den NLF im Rahmen von Bewegungsjagden wird unverändert wie in den Vorjahren auch nach den gesetzlichen Bestimmungen fortgeführt. Revierübergreifende Organisation sowie Erlegungsfreigaben, die nicht über den Elterntierschutz hinausgehend eingeschränkt werden, sind für den Jagderfolg und die damit in dieser Phase dringende Bestandesreduktion maßgebliche Erfolgsfaktoren.

Unter welchen Corona-Auflagen findet die Gesellschaftsjagd statt?

Die Auflagen lassen sich aus der jeweils gültigen Fassung der Corona-Schutzverordnung ableiten. Um große Ansammlungen zu vermeiden die einen Mindestabstand von 1,5 m Abstand nicht bzw. keine ausreichende Verständigung zulassen, werden örtliche dezentrale Treffpunkte sowie auch zeitliche Entzerrungen geschaffen. Eine vorherige Gruppeneinteilung ist somit obligat. Die allgemeine Einweisung, Erklärungen und Prüfungen werden soweit möglich bereits vor dem Jagdtag schriftlich mit der Einladung erfolgen. Es wird höchsten Wert auf die Besetzung der PKW gelegt. Autos dürfen entweder einzeln oder mit mehreren aus dem familiären Umfeld besetzt werden. Die Bergung des Wildes erfolgt nur innerhalb der Anstellergruppen oder durch Bergetrupps. Aufbrechen und weitere Arbeiten am erlegten Stück sollen, wenn möglich im Freien stattfinden. In der Wildkammer sind je nach Größe nur sehr wenige Personen mit Mund-Nase Bedeckung sowie Handschuhen zugelassen. Es ist für eine ständige Belüftung zu sorgen. Der traditionell gesellige Teil des Jagdtages (Verblasen der Strecke, Überreichen der Brüche, Schüsseltreiben) wird entfallen. Die persönliche Verpflegung hat am Jagdtag aus dem Rucksack zu erfolgen.

Wird der teilnehmende Personenkreis in irgendeiner Weise eingegrenzt?

Ja. Personen die Krankheitssymptome wie Husten, Fieber, Erkältungssymptome aufweisen, wird der Zugang zur Jagd verwehrt. Ebenso verhält es sich mit Personen, die Kontakt mit nachweislich an COVID19 Erkrankten oder Personen die sich im Zuge dieser Erkrankung in Quarantäne befinden hatten. Bei Jagenden die sich in den vergangenen 14 Tagen in Risikogebieten aufgehalten haben, kann eine Teilnahme nur durch einen negativen Corona-Test gewährleistet werden.

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Bereits seit mehreren Jahren hat Wald und Holz NRW bezüglich seiner Jagden die Belange der Seuchenprävention, vor allem die der ASP, konsequent umgesetzt. Bei jeder sich bietenden Möglichkeit war und ist Schwarzwild zu bejagen. Die Schonzeiten wurden mittels Erlass aufgehoben um eine ganzjährige Bejagung zu garantieren. Weitere Hemmnisse, wie Abschussentgelte für Schwarzwild wurden ausgesetzt. Da in Nordrhein-Westfalen noch kein bestätigter Fall der ASP vorliegt, werden die Maßnahmen der Prävention weiterverfolgt. Im Falle eines Ausbruches gelten die Maßnahmen und Vorgehensweisen des Friedrich-Loeffler-Instituts.

Die Landesforsten beabsichtigt trotz der Corona-Pandemie die Durchführung von Drückjagden. Die Durchführung von Bewegungsjagden hat sich dabei der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz (CoBeLVO) in ihrer geltenden Fassung unterzuordnen; die im Landesbereich vorgesehenen Regelungen werden noch durch die für Landesforsten Rheinland-Pfalz geltenden Maßnahmen im Zuge der andauernden Corona-Pandemie sowie den im Bundesgebiet geltenden SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard (BMAS) zusätzlich ergänzt.

Unter welchen Corona-Auflagen findet die Gesellschaftsjagd statt?

Die Vorschriften der CoBeLVO und der diese weiter ergänzenden Regelungen sind in ihrer jeweils gültigen Fassung zu beachten. Unabhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie sollen die Jagdteilnehmer bei Kontakt mit anderen Personen eine Alltagsmaske bzw. Mund-Nasen-Bedeckung und Einmalhandschuhe tragen. Das Abstandsgebot ist dabei konsequent einzuhalten. Bei der Planung und Durchführung der Drückjagden sollen Möglichkeiten zur Handdesinfektion eingeplant, Strategien zur Kontaktvermeidung bzw. zur Einhaltung der Abstandsregelung sowie eine Kontaktpersonennachverfolgung berücksichtigt werden. Die einzeln oder in Fahrgemeinschaft anreisenden Jagdteilnehmenden sollen deshalb so lange wie möglich in ihrem Pkw bleiben. 

Jagdgäste werden an einem zentralen Treffpunkt oder an den dezentral gelegenen Anlaufstellen mit ihren Fahrzeugen den entsprechenden Gruppen zugeordnet. Ob sich die Jagdgäste an einem zentralen oder dezentralen Treffpunkt treffen, hängt maßgeblich von den örtlichen Begebenheiten ab. Am Treffpunkt erfolgt die Einweisung und Führung zum Stand durch eine anstellende Person. Um direkte Kontakte zu minimieren und die vorgeschriebene Distanz zu wahren, sollen beim Eintreffen der Jagdteilnehmenden an der jeweiligen Anmeldestelle durch das vordere Seitenfenster der Fahrerseite von der Jagdleitung, einer beauftragten Person bzw. der anstellenden Person die Jagdscheine der anreisenden Jagdteilnehmenden und deren Schießnachweise kontrolliert, die „Bedingungen zur Jagdteilnahme“ mit den darin enthaltenen Sicherheitsregeln nach UVV und der tagesaktuellen Freigabe sowie der persönliche Anwesenheitsnachweis zur Kontaktnachverfolgung in Schriftform überreicht werden. Bei diesen Tätigkeiten sind von der Jagdleitung oder ihr beauftragten Personen präventiv eine Mund-Nasen-Bedeckung und Einmalhandschuhe zu tragen. 

Sollte Wild erlegt worden sein, sollen die Erleger leichte Stücke selbstständig bergen. Die Bergung schwerer Stücke wird durch den Ansteller organisiert. Das Wild wird zentral durch den Regiejagdbetrieb aufgebrochen. Im Falle einer Nachsuche soll sich der Schütze zur Einweisung des Schweißhundeführers bereithalten. Im Anschluss ist die Jagd beendet; die Jagdteilnehmenden können ihre Rückreise antreten. Ein Streckelegen, deren Verblasen mit dem Jagdhorn sowie ein anschließendes Schüsseltreiben soll unterbleiben.

Wird der teilnehmende Personenkreis in irgendeiner Weise eingegrenzt?

Die maximale Anzahl an Jagdteilnehmenden soll sich auf 100 Personen beschränken. Am Tag der Jagddurchführung gelten die tagesaktuellen Regelungen der dann gültigen Corona-Bekämpfungsverordnung, wodurch sich die Teilnehmerzahl kurzfristig reduzieren kann.

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Insbesondere vor dem zunehmenden Gefahrenpotenzial einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) muss auch während der Corona-Pandemie eine effiziente Jagd sichergestellt werden. Bei der Bejagung von Schwarzwild richtet sich Landesforsten nach dem Handlungsprogramm zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände und zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung von Tierseuchen für das Jagdjahr 2020/2021.

Vor dem Ausbruch der ASP in Brandenburg wurde ein Hygienekonzept zur Verhinderung der Einschleppung der ASP in Rheinland-Pfalz erarbeitet und bereits während der Jagdsaison 2019 / 2020 bei den Drückjagden von Landesforsten angewendet. Dazu gehört u.a. ein zentrales Aufbrechen aller erlegten Stücke Wild, das Desinfizieren des Schuhwerkes und das Verwenden desinfizierter Messer. Auch sollen die Jagdhunde nach der Jagdteilnahme gewaschen werden. Hierdurch konnte man einen Hygienestandard definieren, aufgrund dessen es keiner weiteren Verschärfung der Hygienemaßnahmen bedarf.

Im Zuständigkeitsbereich des SaarForst Landesbetrieb werden in der kommenden Saison Bewegungsjagden geplant. Ob diese Jagden tatsächlich durchgeführt werden können ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht absehbar und unterliegt sowohl der weiteren Entwicklung des Corona wie auch des ASP-Geschehens.

Unter welchen Corona-Auflagen findet die Gesellschaftsjagd statt?

Zur Durchführung der Jagden wurde ein Hygienekonzept entwickelt welches sich an den gesetzlichen Anforderungen des Bundes- und des Landes orientiert. Neben den allgegenwärtigen Abstandsregeln und das Tragen eines Mundschutzes wird auf nichthäusliche Fahrgemeinschaften und ein Schüsseltrieben mit Bewirtung verzichtet.

Wird der teilnehmende Personenkreis in irgendeiner Weise eingegrenzt?

Der Personenkreis wird zum aktuellen Zeitpunkt nicht begrenzt, Veranstaltungen im Freien sind im Saarland bis 900 Personen und nach Genehmigung durch die zuständige Ordnungsbehörde zulässig. Eine Begrenzung ist jedoch bei Vorliegen der Klassifizierung einer Region durch das Robert Koch Institut kurzfristig denkbar.

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Der Ausbruch der ASP in Brandenburg ist räumlich betrachtet weiter vom Saarland entfernt als der bereits seit 2018 bekannte im benachbarten Belgien. Dieser hat zu Anpassungen und Vorbereitungsmaßnahmen geführt. Im SaarForst Landesbetrieb wird grundsätzlich zentral aufgebrochen, nur betriebliches Werkzeug und Personal eingesetzt.

Die Teilnehmer an Bewegungsjagden müssen vor Beginn der Jagd ihr Schuhwerk desinfizieren.

Unter welchen Corona-Auflagen findet die Gesellschaftsjagd statt?

Sachsenforst hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um die notwendigen Infektionsschutzbestimmungen zur Vorbeugung einer Verbreitung des Corona-Virus bei Ansitz-Drückjagden zu gewährleisten. Sämtliche organisatorische Maßnahmen erfolgen unter freiem Himmel, Personenansammlungen in geschlossenen Räumen sind zu vermeiden. Alle Kontakte zwischen den Teilnehmern, die nicht für einen sicheren und erfolgreichen Jagdablauf erforderlich sind, sind zu vermeiden. Dadurch wird im Regelfall zum Schutz aller Teilnehmer auch auf das Streckenlegen mit Bruchübergabe sowie Jagdhornblasen und Schüsseltreiben verzichtet.

Die Ansprache vor der Jagd wird auf die unbedingt notwendigen Sicherheitsinhalte verkürzt. Es erfolgt eine schriftliche Belehrung der Teilnehmer zu allen relevanten Inhalten vorab. Sofern erforderlich, werden große Gruppen auf mehrere Treffpunkte verteilt, um die Einhaltung der Mindestabstände zu gewährleisten. Bei allen jagdlich notwendigen Maßnahmen, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann – u.a. Bergen von schwerem Wild, Standzuweisung, Versorgen des gestreckten Wildes –, gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Fahrgemeinschaften sind zu vermeiden; die Mitnahme einer weiteren Person ist bei Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung möglich. Zur Nachverfolgung von Infektionsketten werden die Kontaktdaten aller Teilnehmer dokumentiert.

Wird der teilnehmende Personenkreis in irgendeiner Weise eingegrenzt?

Solange die umfassenden Maßnahmen zum Infektionsschutz unter den konkreten örtlichen Gegebenheiten eingehalten werden können, besteht keine Notwendigkeit, die bisher vorgesehene Anzahl an Teilnehmern bei den Ansitz-Drückjagden zu reduzieren. Für internationale Jagdgäste ist eine Teilnahme dann möglich, wenn diese zum Zeitpunkt der Jagddurchführung nicht aus einem amtlich ausgewiesenen Risikogebiet anreisen.

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Sachsenforst unterstützt die Präventionsmaßnahmen der Staatsregierung aktiv mit Maßnahmen zur Reduktion des Schwarzwildbestandes. Dazu tragen Ansitz-Drückjagden in der Verwaltungsjagd maßgeblich bei. Aufgrund der Sachlage, dass bislang kein bestätigter Fall der ASP in Sachsen verzeichnet worden ist und das Infektionsgeschehen durch den Fund in Brandenburg räumlich nicht näher an Sachsen herangerückt ist, werden die herbstlichen Drückjagden weiter – auch hinsichtlich der Reduktion der Schwarzwildbestände – geplant und durchgeführt.

Etwaige Anpassungen bei einer weiteren Verbreitung der ASP in Deutschland können aber nicht ausgeschlossen werden. Jagdteilnehmer werden darüber belehrt, wie sie sich im Falle des Auffindens verendeten Schwarzwildes bzw. bei der Feststellung von bedenklichen Merkmalen zu verhalten haben. Höchste Priorität liegt dabei auf der Vermeidung einer möglichen Seuchenverschleppung. Darüber hinaus erfolgt in den Landkreisen Bautzen und Görlitz eine vollständige ASP-Beprobung sämtlichen Schwarzwildes, einschließlich der mutmaßlich gesund erlegten Stücke.

Gegenüber der Redaktion gibt der Direktor des Landesforstbetriebs Sachsen-Anhalt an, dass Gesellschaftsjagden durchgeführt werden. Für die Durchführung von Bewegungsjagden liegen den einzelnen Betrieben Konzepte vor. Darin ist u.a. geregelt:

  • Begrenzung der Teilnehmerzahl auf max. 75 Personen
  • Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Freien (auf dem Stand während der Jagd nicht erforderlich)
  • Abstandsregeln sind zu Beachten
  • Jagdscheinkontrolle, Informationen zum Jagdtag, usw. wird im Vorfeld schriftlich bearbeitet (andernfalls darf der Jagdgast nicht teilnehmen)
  • Kein Streckelegen
  • Kein Catering
  • Die Bewegungsjagden sind spätestens um 15.00 Uhr zu beenden.

Die Landesforstanstalt „ThüringenForst – AöR“ beabsichtigt alle geplanten Gesellschaftsjagden in der laufenden Saison durchzuführen.

Unter welchen Corona-Auflagen findet die Gesellschaftsjagd statt?

Für die sichere Durchführung der Gesellschaftsjagden wurden Hygieneregeln in einem Merkblatt „Besondere Hygienemaßnahmen bei Gesellschaftsjagden der ThüringenForst – AöR unter Berücksichtigung der Corona-Epidemie“ aufgestellt. Darüber hinaus wurde dieses Merkblatt vom Landesjagdverband Thüringen dessen Mitgliedern zur Anwendung und Beachtung empfohlen.

Darin sind folgende Maßnahmen u.a. enthalten:

  • Ein Mund-Nasen-Schutz soll freiwillig bei Begrüßung und Jagdabschluss getragen werden. Sofern Teile der Begrüßung oder des Jagdabschlusses in geschlossenen Räumen stattfinden, ist der Mund-Nasen-Schutz verbindlich zu tragen. Als Mund-Nasen-Schutz gilt eine entsprechend spezielle Mund-Nasen-Maske sowie ein Schal oder ein Tuch. Finden Teile der Begrüßung oder des Jagdabschlusses in geschlossenen Räumen statt, so ist die maximale Teilnehmerzahl der Gesellschaftsjagd auf 30 Teilnehmer begrenzt. 
  • Fahrgemeinschaften zur Anfahrt zur Gesellschaftsjagd sollen sich unter Beachtung der erforderlichen Hygieneregeln auf das unbedingt notwendige Maß beschränken.
  • Die Jagdscheinkontrolle und der Eintrag in die Belehrungs- und Teilnehmerliste sollen möglichst im Freien stattfinden. Die Beauftragten zur Kontrolle der Jagdscheine, zum Führen der Belehrungs- und Teilnehmerliste und Kassierung des Schützengeldes haben einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Findet die Jagdscheinkontrolle innerhalb von Räumen, Schutzhütten, Waldarbeiterschutzwagen o. ä. statt, so haben alle eintretenden Personen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
  • Die Belehrungs- und Teilnehmerliste ist zu führen.
  • Desinfektionsmaterial ist bereitzustellen. Nach jeder Unterschrift ist das entsprechende Schreib-material zu desinfizieren. Die Beauftragten zur Kontrolle der Jagdscheine, zum Führen der Belehrungs- und Teilnehmerliste und Kassierung des Schützengeldes haben darüber hinaus Einmal-Handschuhe zu tragen.
  • Bei der Ausfahrt zur Jagd soll eine mögliche Fahrgemeinschaft aus maximal zwei Personen bestehen.
  • Sollte beim Aufbrechen und Bergen des Wildes mehr als eine Person an einem Stück Wild tätig werden, so kann in der Regel der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden. Es ist in diesem Fall ein Mund-Nasen-Schutz von den beteiligten Personen zu tragen. 

Wird der teilnehmende Personenkreis in irgendeiner Weise eingegrenzt?

Die Teilnehmerzahl bei Gesellschaftsjagden ist aktuell auf 100 Personen begrenzt. Die Teilnehmerzahl orientiert sich an der Obergrenzen für Personenveranstaltungen unter freien Himmel in der „Thüringer Verordnung zur fortlaufenden Anpassung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2“ vom 18. August 2020.  Änderungen in der entsprechenden Verordnung hat auch Auswirkungen auf die Teilnehmerzahl bei Gesellschaftsjagden.

Inwieweit nimmt der Ausbruch der ASP in Deutschland auf die Durchführung der Jagden Einfluss?

Bezüglich des Einflusses des Ausbruches der ASP in Deutschland bei Gesellschaftsjagden bestehen derzeit Gespräche mit den zuständigen Veterinärbehörden.


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