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Drückjagd: Tierschützer prügeln auf Jagdhunde ein

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Dienstag, 07.01.2020 - 14:12
Eine brenzlige Situation: Die Hunde stellen ein krankes Stück Schwarzwild. Da gilt es für den Hundeführer einen kühlen Kopf behalten. Bei einem Jäger in Rheinland-Pfalz waren in so einer Situation auch noch Tierschützer zugegen (Symbobild). © Eike Mross
Eine brenzlige Situation: Die Hunde stellen ein krankes Stück Schwarzwild. Da gilt es für den Hundeführer einen kühlen Kopf behalten. Bei einem Jäger in Rheinland-Pfalz waren in so einer Situation auch noch Tierschützer zugegen (Symbobild).

Auf einer Drückjagd in Rheinland-Pfalz kam es am vergangenen Samstag zu einem Zwischenfall zwischen vermeintlichen Tierschützern und Hundeführern. Der Hundeführer erklärt im Gespräch mit der Redaktion, wie es zu dem Vorfall kam: „Es war im zweiten Treiben des Tages, als einige Hunde unserer Stöberhundegruppe etwa 350 Meter von uns entfernt Standlaut gaben. Kurz zuvor hatten mehrere Jagdhunde Schwarzwild aufgemacht, welches auch beschossen wurde. Ich ging mit einem weiteren Treiber den Standlaut an. Dort wo der Standlaut herkam, sah ich einen Mann mit einem Ast auf etwas einschlagen. Wir liefen schneller und sahen in einem Bachbett ein krankes Stück Schwarzwild, sowie unsere Hunde und den Mann."

Polizei bestätigt Sachverhalt

"Der Mann hielt einen Ast in der Hand und schlug mit diesem immer wieder gegen die Hunde. Ich sagte zu dem etwa Ende 40-Jährigen, dass ich jetzt das Leid der Sau beenden werde. Während ich die Sau mit einem Schuss erlöste, stand der Mann hinter mir. Auch mich bewarf er mit Ästen. Oberhalb von uns sah ich eine Frau mit einem Handy, die scheinbar fotografierte oder filmte. Ich ging zurück ins Treiben, da ich keinen Konflikt herbeiführen wollte. Am Streckenplatz erschien die Polizei. Die Frau war bei ihnen und wollte uns wegen Beleidigung anzeigen. Allerdings konnte sie nicht einmal genau sagen, welcher der Hundeführer sie beleidigt haben soll. Da die Polizei schon vor Ort war, erläuterte ich meinen Teil der Geschichte", führt der Hundeführer weiter aus.

Die Polizei bestätigt gegenüber der Redaktion den Sachverhalt und ermittelt. Der Hundeführer möchte zivilrechtliche Schritte gegen die Tierschützer einleiten.