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Drückjagd geht weiter

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Montag, 11.01.2016 - 01:00
In einigen Regionen geht es den Schwarzkitteln nun bis zum 31. März per Drückjagd an die Schwarte. Foto: Ö. Blaumann © Ö. Blaumann
In einigen Regionen geht es den Schwarzkitteln nun bis zum 31. März per Drückjagd an die Schwarte. Foto: Ö. Blaumann

Laut Jagdzeitenverordnung sind vom 11. Januar bis 31. Juli Treib- und Drückjagden grundsätzlich verboten (§ 3 Abs. 1 Nr. 7 JagdZVO M-V). „Wie schon im Vorjahr wurde das Verbot bis zum 31. Januar für Schwarzwild aufgehoben und gilt für das ganze Bundesland“, bestätigte Constantin Marquardt, Sprecher des Landwirtschaftsministerium die Ausnahmeregelung. Weiter erklärte er, dass diese Maßnahme im Einvernehmen mit dem Landesjagdverband (LJV) beschlossen wurde und insbesondere der präventiven Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest diene.
Dem stimmte auch LJV-Sprecher Henning Voigt zu: „Mancherorts ist es für die Jäger sehr schwierig, Schwarzwild angemessen zu reduzieren. Notgedrungen gelten so in einer Kulturlandschaft zur Schadensabwehr oder zur vorbeugenden Krankheitsbekämpfung andere Notwendigkeiten.“ Effektiv sei die Ausnahme im Vorjahr gewesen. Dafür spreche, dass von insgesamt 55.000 Stück erlegten Wildschweinen allein 5.000 im Verlängerungszeitraum zur Strecke kamen.
Persönlich sieht Voigt Probleme bei der zweiten Änderung des Ministers. Denn die Ausnahme soll für den an Polen grenzenden Kreis Vorpommern-Greifswald sowie den Kreis Mecklenburgische Seenplatte sogar bis zum 31. März und bis 2019 gelten. Hier äußerte Voigt große Bedenken, da das Wild in der Brut- und Aufzuchtzeit gestört werde.
MH