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Drohne zur Kitzrettung rettet Kuhkalb das Leben

Ein bisschen erschöpft und durstig, aber wieder gesichert: das mit der Drohne gerettete Kalb. © Netzwerk Kitzrettung des Hegerings Sottrum
Ein bisschen erschöpft und durstig, aber wieder gesichert: das mit der Drohne gerettete Kalb.

So einen Einsatz hatte das Netzwerk Kitzrettung des Hegerings Sottrum bislang auch nicht: Ein Landwirt meldete sich bei den Kitzrettern, da ihm ein Kuhkalb abhanden gekommen war. Der Bauer hatte davon gehört, dass das Netzwerk Kitzrettung mit Drohnen und Wärmebildkameras Kitze vor der Mahd suche und wollte diese Methode für sein verlorenes Kalb einsetzen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er keinen Kontakt zu den Kitzrettern. Obwohl der Suchort etwa 60 Kilometer außerhalb des normalen Einsatzgebietes lag, nahmen die Retter den Auftrag gerne an. 

Kalb flüchtet vor den Rettern

Der Landwirt vermutete, dass das Kalb in einen Roggenschlag am Waldrand geflüchtet sei. Drei ehrenamtlichen Tierschützer begannen mit der Suche und konnten tatsächlich das Kalb ausmachen. Dabei lenkte der Drohnenpilot Thomas Hopp Helferinnen im Feld via Funkgerät zu der Liegestelle. Doch beim Versuch das Jungtier einzufangen, ging es hoch und durchquerte das gesamte Feld. Es verfing sich in einem Gestrüpp, aus dem es dann gerettet werden konnte. Das Kalb war durstig, aber ansonsten gesund. 

Die Drohne gehört dem Hegering Sottrum. Es engagieren sich auch zahlreiche Nichtjäger bei der Jungwildrettung. Im Gespräch mit der Redaktion erzählt Drohnenpilot Hopp: „Das ist immer eine Gemeinschaftsaktion! Wir machen das alle unentgeltlich und ehrenamtlich.“

Wie Kitze mit der Drohne gerettet werden


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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