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Drogengeld-Hippos grillen!

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Samstag, 12.07.2014 - 02:10
Nilpferde: Die Sammelleidenschaft eines Schwerverbrechers brachte sie von Afrika nach Kolumbien. Foto: Eva Pum © Eva Pum

Als der kolumbianer Pablo Escobar Gaviria, auch Don Patron genannt, in den 1980er Jahren durch Drogenhandel zu einem der reichsten Menschen der Welt geworden war, ließ er für seinen Privatzoo zwischen Bogota und Medellin unter anderem Elefanten, Giraffen und Nilpferde einfliegen.
Nachdem eine Elite-Einheit der Polizei ihn 1993 bei einer Razzia erschoss, wurden die Tiere, bis auf die Hippos, auf andere Anlagen verteilt. Die Flusspferde leben nun seit etwa 20 Jahren in dem rund 20 Quadratkilometer umfassenden leerstehenden Parkgelände, haben sich eifrig vermehrt und werden zu einem zunehmenden Problem. Das Gebiet ist überbevölkert von Nilpferden. Sogar 250 Kilometer von dem Park entfernt wurden sie schon gesichtet, berichtet die "FAZ".
Der Vorschlag des kolumbianischen Biologen Patricio von Hildebrand: „Ich denke, man sollte sie zu Barbecue verarbeiten und essen.“ Doch das wird von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt – aus Angst vor schlechter internationaler Presse. Umsiedlungsaktionen, die Gründung eines Reservates oder Kastrationen lehnt die Regierung aus Kostengründen ab. Was jetzt (mit) den Tieren passieren wird, ist noch unklar.
G.G.v.H./BS