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Dreiste Wilddiebe

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Donnerstag, 27.08.2015 - 02:00
Deutlich erkennbar ist das Einschussloch an dem Sechser-Bock. Foto: privat © Privat

Die 14-jährige Große Münsterländerin des Jagdpächters spürte am Samstag in seinem Revier im Kreis Borken den verendeten Bock auf. Etwa drei Tage müsse der zweijährige Sechser dort gelegen haben, so der Rüdemann. Kurz unterhalb des Rückens habe der Kadaver eine Schussverletzung gehabt. „Der Einschuss war zu erkennen, aber kein Ausschuss zu finden“, sagte der Jäger gegenüber jagderleben. Die Rücksprache mit den angrenzenden Revierinhabern brachte keine Aufklärung. Wie bei ihm wurde auch dort vor dem Fund nicht gejagt. Aufgrund des kleinen Schusskanals und den anderen Indizien, spreche alles für eine illegale Jagd. Erschwerend komme hinzu, dass in diesem Revierteil wenige Wochen zuvor schon ein stark verwestes weibliches Stück gefunden wurde. Unweit vom Fundort entfernt sei auch eine Wildkamera geklaut worden. „Vermutlich hat diese Bilder gemacht und den Wilderer gestört“, meint der Pächter. Anzeige wurde erstattet. Zeugen, deren Hinweise zum Täter führen winkt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro.
Noch dreister als in Nordrhein-Westfalen wildert offenbar ein Pärchen im österreichischen Gemeindegebiet von Poggendorf (Bezirk Klagenfurt-Land). Ein Mann und eine Frau wurden gegen 2 Uhr nachts beobachtet, wie einer der beiden mit einem Gewehr ein Reh erschoss. Anschließend sei das Duo in einem Pick-up zum Tier gefahren. Sie verluden es und suchten das Weite berichtet „nachrichten.at“. Am Tatort wurde ein 7,56-Millimeter-Projektil sichergestellt.
MH