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Drei Monate für Wildschweinquäler

Richterin Ulrike Fehringer (r.): "Das war kein Lausbubenstreich." Foto: ORF Screenshot © Screenshot

Die Tat hatte eine von insgesamt sechs Minderjährigen Gruppe im August vergangenen Jahres begangen (wir berichteten hier). Eigentlich wollten sie an diesem Tag im Lainzer Tiergarten Fußball spielen. Doch dann war wohl das gegatterte Schwarzwild interessanter. Sie kletterten über eine Absperrung, lockten die Sauen mit Brot an den Zaun, malträtierten dann die Frischlinge mit Stöcken und Steinen. Als der erste tot war, versteckten sie den Kadaver. Ein anderes Wildschwein erdrosselten die Beschuldigten mit einem Seil.
Vorgestern, 14. Janaur, mussten sich nun zwei der Jungen vor dem Bezirksgericht Favoriten verantworten. Die anderen Täter waren zum Tatzeitpunkt noch nicht strafmündig. Bei der Verhandlung gaben die Halbstarken an, bei der Tötungsaktion Glücksgefühle verspürt zu haben, berichtet der ORF. Erst als die Tiere tot waren, hätte es ihnen leid getan.
Tierquälerei, mutwilliges Töten und Eingriff in fremdes Jagdrecht lauteten die Anklagepunkte. Drei Monate bedingte Haft lautete das Urteil, dass jedoch noch nicht rechtskräftig ist, da die Staatsanwaltschaft noch keine Erklärung abgegeben hat. Des Weiteren müssen sich die Angeklagten einer Therapie unterziehen und der Stadt Wien einen Schadenersatz in Höhe von rund 1.600 Euro zahlen.
BS

Ein kurzen Filmbeitrag dazu finden Sie hier.