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Drei Jahre Haft für Täter

Hier wurde der 69-jähriger Jäger im Oktober 2012 erschossen. Foto: Carolin Lemuth © Carolin Lemuth

Der Vorfall ereignete sich im thüringischen Hörselgau (Landkreis Gotha). Das Opfer (69) wurde damals mit mehreren Schussverletzungen auf einem Feldweg neben seinem Wagen gefunden. In dem Kofferraum des Toten fanden die Ermittler ein frisch aufgebrochenes Reh, dass kurz zuvor erlegt wurde aber sonst nicht mit der Tat in Verbindung steht. Auf dem Rückweg von der Jagd sind sich die Jäger dann begegnet. Der Angeklagte sagte vor Gericht aus, dass er sich in dem Revier des Geschädigten befand, um sich das Leben zu nehmen. Doch er sei eingeschlafen.
Der Pächter habe ihn dann unsanft geweckt, es kam zum Streit. Daraufhin feuerte der nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu drei Jahren Haft verurteilte mehrere Schüsse ab. Eine Kugel traf die Schulter, eine den Oberschenkel und eine durchschlug den Bauchbereich, wodurch das Opfer verblutete. Es sei Notwehr gewesen, betonte der Angeklagte. Deshalb forderte sein Verteidiger eine Geldstrafe wegen unterlassener Hilfeleistung, wie Jürgen Lindner, Richter und Pressesprecher am Landgericht Erfurt, gegenüber jagderleben bestätigte. Die Staatsanwaltschaft sowie die Tochter des Toten, die als Nebenklägerin auftrat, hatten vier Jahre Haft gefordert. Gegen das Urteil kann innerhalb einer Woche Revision eingelegt werden. Es wird vermutet, dass der Angeklagte von diesem Recht Gebrauch machen wird.
BS