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Dicker Wolf stammt möglicherweise aus Nationalpark

Der Wolf, der am 20.November ein Huhn im Mühlviertel gerissen hat, stammt möglicherweise aus dem Nationalpark Bayerischer Wald.


Bereits am 20. November wurde in Bad Kreuzen im Mühlviertel (Österreich) ein Wolf dabei ertappt, wie er ein Huhn riss. Das offensichtlich gut genährte Tier lies sich weder von einem Landwirt noch von einem Jäger einschüchtern, wie „meinbezirk.at“ berichtet. Minutenlang konnten sie den Wolf beobachten und fotografieren. Warum der Grauhund so wenig Scheu zeigte, war unklar. Nun wurde möglicherweise eine Erklärung gefunden. Gregor Wolf, Pressesprecher des Nationalpark Bayerischer Wald erklärte gegenüber der Redaktion, dass Teilergebnisse einer DNS-Untersuchung den Verdacht nahe legen, dass der Wolf aus dem Gehege im Nationalpark ausgebrochen war. Der Großräuber würde aus der Balkan/Karpatenpopulation stammen. Wölfe aus dieser Population würden im Gehege gehalten, fänden sich jedoch nicht bei den freilebenden Exemplaren in Deutschland.

Soll möglichst eingefangen werden

Allerdings sei noch nicht endgültig belegt, dass es sich um eines der entlaufenen Tiere handle, da noch genaue Untersuchungen ausstünden. Es könnte auch aus dem Balkan eingewandert sein. Falls sich jedoch herausstellt, dass es sich um einen Gehegewolf handelt, so wolle man diesen schnellstmöglich einfangen erklärt Wolfsberater Dr. Georg Rauer. Das Verhalten des Wolfs spreche für diesen Verdacht. Unklar ist bislang, wer für die Schäden an Nutztieren aufkommt, die Isegrim in Freiheit verursacht. Die Nationalparkverwaltung hatte am 6. Oktober in Zusammenhang mit dem Ausbruch in einer Pressemitteilung erklärt: „In freier Wildbahn sind die Tiere jedoch nicht lange Zeit überlebensfähig, da sie bisher ihr gesamtes Leben in menschlicher Obhut verbracht haben.“


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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