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Mit Dialog-Displays Wildunfällen vorgebeugt

Da der Kreis Rotenburg/Wümme steigende Zahlen bei den Wildunfällen verzeichnet, entschloss sich die Verwaltung ein Pilotprojekt zu starten. An der Bundesstraße 75 stellten die zuständigen Behörden in der Gemarkung Scheeßel sogenannte „Dialog-Displays“ auf. Gerade auf diesem Streckenabschnitt kommt es häufig zu Zusammenstößen zwischen Autos und Wild, vor allem Rehwild. Verkehrsteilnehmer sollen nun mittels der Displays auf die häufige Wildquerung über diese Strecke und die damit einhergehenden Gefahren aufmerksam gemacht werden. Unter dem Schild mit dem Rehbock befindet sich eine elektronische Anzeige, die zu einer angepassten Geschwindigkeit ermahnt. Die Anlage ist während der ermittelten Wildwechselzeiten in Betrieb. Die Schilder erfassen die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge. Ist die Geschwindigkeit angemessen, erscheint ein „Achtung“ in der Anzeige und ab 80 km/h „Gefahr“.
Die Dialog-Displays wurden aus den Bußgeldeinnahmen des Kreises für Verkehrsverstöße finanziert. Bei einem ähnlichen Projekt mit anderen elektronischen Anlagen in Baden-Württemberg konnten innerhalb von zwei Jahren die Zusammenstöße mit Wild um 75 Prozent reduziert werden. Bettina Diercks

Bild: Die Wildwarnanlage ist nur zu den Tageszeiten mit hohem Unfallrisiko in Betrieb. Foto: Bettina Diercks