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Deutscher Problemwolf in Frankreich geschossen

Junger-Wolfsruede © © Billy Herman/Starlingreizen
Der junge Wolfsrüde „Billy“ wanderte von Niedersachsen in die französischen Vogesen ab.

Der in Niedersachsen aufgewachsene Wolfsrüde „Billy“ ist tot. Wie aus einer Pressemitteilung des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz hervorgeht, wurde er bereits im September 2020 in den Südvogesen (Frankreich) geschossen. Der 2019 gewölfte Rüde mit der Kennung „GW1554m“ stammte aus dem Herzlaker Rudel, welches sein Jagdgebiet im Nordwesten Niedersachsens hat.

In den Landkreisen Wesermarsch und Oldenburg fiel „Billy“ von Februar bis April 2020 durch zahlreiche Schafsrisse und ein getötetes Rind auf. Im Juli wurde er erstmalig an einem gerissenen Schaf in Rheinland-Pfalz nachgewiesen. In den folgenden Wochen fielen dem jungen Rüden nachweislich 14 Schafe und zwei junge Kälber in den Verbandsgemeinden Arzfeld und Südeifel zum Opfer. Mitte August tauchte dann ein Wolf in den angrenzenden französischen Vogesen auf, der dort Schafe und Kälber riss. Daraufhin erließen die zuständigen Behörden die Erlaubnis zu seiner Entnahme, die im September erfolgte. Mittels Genproben konnte der getöteten Großräuber schließlich als „GW1554m“ identifiziert werden.

Erst Mitte Februar wurde eine Fähe des Herzlaker Rudels in Löningen (LK Cloppenburg) von einem Jäger entnommen. Die Abschussgenehmigung galt ursprünglich für den Rüden „GW1111m“ des Rudels, jedoch war auch der Abschuss der Wölfin durch die Genehmigung gedeckt. Seit langer Zeit war es der erste in Niedersachsen legal getötete Wolf.


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