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Deutsche Wölfe: Schutzstatus angemessen?

Isegrim: Muss sein Schutzstatus überdacht werden? Foto: Michael Breuer


Bislang war man davon ausgegangen, dass der deutsch-westpolnische Wolfsbestand eine isolierte Population sei. Auf dieser Annahme basiert auch der strenge Schutzstatus der Grauhunde. Die Europäische Gemeinschaft stuft den Wolf derzeit in den Anhängen II und IV der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (FFH) ein und stellt ihn damit unter besonderen Schutz. Diese Klassifizierung erfolgt unter der Annahme, dass der Wolf selten sei und sein Vorkommen (und damit auch das Genmaterial) ohne strengen Schutz verloren gehe. Die Ergebnisse der oben genannten Studie widerlegen jedoch durch den Nachweis einer genetischen Abstammung der deutschen/westpolnischen Wölfe von Wölfen aus dem Baltikum die vermutete Seltenheit.
Der baltische Bestand bringt es immerhin laut einer Auskunft des WWF gegenüber der Redaktion auf 870 bis 1400 Tieren aus – Tendenz steigend. Über eine Änderung des Schutzstatus in der FFH-Richtlinie könnte demnäch im Zuge des nächsten Evaluierungsprozesses in sechs Jahren nachgedacht werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) griff die Ergebnisse der Arbeit auf und forderte am 25. September ein Überdenken der Gefährdungssituation des Wolfs in Deutschland.
MW

Quelle: www.jagderleben.de