Deutsche Wachtelhunde: Tiefstand bei Welpenzahlen

Mit 546 Welpen blieb man im vergangenen Jahr unter der für die Zuchtbasis notwendigen Zahl. Foto: Ludwig Hartl


Zu seiner diesjährigen Hauptversammlung hatte der Verein für Deutsche Wachtelhunde (VDW) ins malerische Dinkelsbühl (Bayern) geladen. Manfred Hartnagel, 1. Vorsitzender des VDW, konnte neben zahlreichen Ehrengästen Wachtelhundfreunde aus Schweden, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Nordamerika begrüßen.
Mit lediglich 546 Welpen habe man im vergangenen Jahr einen absoluten Tiefstand erreicht, mahnte Zuchtbuchführer und Zuchtleiter Rainer Falk. Aufgrund der laufenden Zuchtvorgänge dürften die als Zuchtbasis notwendigen jährlich zirka 650 Welpen allerdings wieder gesichert sein. Positiv zu werten sei dabei der hohe Anteil von beiden Elterntieren mit "Leistungszeichen".
Ausgiebig diskutiert wurden u.a. Erkrankungen wie Epilepsie, Hautallergien oder ED (Ellbogengelenksdysplasie). Die "ED-Freiheit" ist zukünftig, genauso wie die HD-Freiheit, bei Zuchthunden per Röntgenbild nachzuweisen. Die weiteste Anreise hatte zweifelsohne Dave Pepe, der über die nordamerikanischen Wachtelhunde mit zurzeit etwa 60 Mitgliedern informierte. Nordamerika wird zukünftig ein eigenständiger "Landesverband" sein, der gemäß der Zucht- und Prüfungsordnung des VDW geführt wird.
Bei den Wahlen zum Vorstand wurde Frieder Frhr. von Ow-Wachendorf, als 2. Vorsitzender und Kurt Dörfler zum Prüfungswart gewählt. Sven Halletz wird zukünftig für die "Deutsche Wachtelhund Zeitun"g zuständig sein. Mario Mende widmet sich nun in Zukunft der Presse und Öffentlichkeitsarbeit im VDW. Schatzmeister Bernhard Spexard konnte einen stabilen Kassenbericht des rund 4000 Mitglieder starken Vereins vortragen.
Zur Zuchtschau waren 85 Wachtelhunde gemeldet, die im "Großen Ring" in elf Zuchtgruppen vorgestellt wurden. Der Festabend galt dann den Ehrungen besonders engagierter Wachtelhundleute. Ludwig Hartl