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Deutsche Plotthoundführer organisieren sich neu

Der Plotthound verdankt seinen Namen einem nach den USA ausgewanderten Deutschen. Foto: Ingrid Wolf

Im September wurde in Blaubeuren-Asch der "Verein Plotthound Deutschland" gegründet. Der Plotthound stammt aus Nordamerika und verdankt seinen Namen einem Jonathan Plott, der 1750 aus Deutschland nach North Carolina ausgewandert und Leithunde dorthin mitgenommen hatte. "Hannoversche Schweißhunde" wie man gelegentlich lesen kann können es allerdings nicht gewesen sein, da diese erst um 1800 am Hannoverschen Jägerhof durch die Einkreuzung roter Hannoverscher Haidbracken in die Leithunde entstanden. Es sollen im Laufe der Jahrzehnte auch andere Rassen wie zum Beispiel englische Foxhounds eingekreuzt worden sein.
Plotthounds werden heute in den USA und in Kanada überwiegend als Meutehunde bei der Jagd auf Schwarz- und Waschbär und auf den Puma eingesetzt. Sie sind sehr feinnasig und locker spurlaut, für eine Bracke sind sie ziemlich hochläufig und überwiegend dunkel gestromt. Der UKC (United Kennel Club) hat den Plotthound als eigenständige Rasse anerkannt, nicht aber die FCI (Fédération Cynologique Internationale).
Es wird daher für den neu gegründeten "Verein Plotthound Deutschland" mittel- bis langfristig nicht möglich sein, die Mitgliedschaft im VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) und dem JGHV (Jagdgebrauchshundverband) zu erlangen, denn dafür ist die Anerkennung der betreuten Rasse durch die FCI zwingende Voraussetzung. Bisher wurden die Plotthounds vom "Verein für Schwarzwälder Schweißhunde" züchterisch betreut, dem man auch weiterhin freundschaftlich verbunden bleiben will. Auch der "Schwarzwälder Schweißhund" wurde bislang von keinem der kynologischen Dachverbände als eigenständige Rasse anerkannt. BK