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Deutliche Pachtminderung

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Samstag, 17.03.2012 - 11:10
Übersteigen die Ersatzleistungen den Pachtzins, können die Jäger den Pachtvertrag kündigen. Foto: Heinz Hess © Heinz Hess

Vorbildlich ist eine baden-württembergische Gemeinde: Für die drei Jagdbezirke mit knapp 1.000 Hektar Größe in Nusplingen, einer Gemeinde zwischen der Schwäbischen Alb und Bodensee, zahlen die Jagdpächter künftig deutlich weniger. Der Gemeinderat folgte der Argumentation der Jäger auf Reduzierung der Jagdpacht. Die Gesamtpachtpreise reduzieren sich in der neuen Pachtperiode bis 2021 von bisher 9.500 auf nur noch 5.100 Euro. Die Jäger hatten eine noch größere Pachtreduzierung vorgeschlagen.
Für eine Deckelung des Kostenersatzes für Wildschäden konnten sich die Gemeindevertreter nicht erwärmen. Dennoch räumte die Jagdgenossenschaft den Jägern ein Sonderkündigungsrecht ein, wenn die Wildschadensersatzleistungen für Feldschäden den jährlichen Pachtzins übersteigen oder wenn sich die Revierverhältnisse erheblich zum Nachteil der Jagd ändern. Die drei Jagdbezirke werden an die bisherigen Pächter vergeben, eine örtliche Jägerin wurde neu aufgenommen. PB