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Damwild-Rudel sorgt für Ärger

Das ausgebrochene Damwild-Rudel stellt vor allem für den Straßenverkehr eine Gefahr dar (Symbolbild). © Eike Mross

Seit mehreren Monaten sorgt ein, aus einem Gatter ausgebrochenes, Damwild-Rudel nahe Stoaberg (Landkreis Regen, Bayern) für Aufsehen. Der Gatterbesitzer erklärt gegenüber der Redaktion, dass ein Baum auf den Zaun gefallen sei. Dadurch konnten die Tiere entkommen. Er habe versucht sie mit Futter wieder zurückzulocken – bisher ohne Erfolg. Das Rudel treibt sich seitdem auf den anliegenden Feldern und Wiesen herum. Ein benachbarter Landwirt berichtet der Redaktion, dass die Stücke in seinen Feldern bereits Schäden angerichtet hätten. Darüber könne er aber noch hinwegsehen. Viel schlimmer sei die Gefahr für den Straßenverkehr. Er möchte sich nicht ausmalen, was passieren könne, sollte das Damwild über die vielbefahrene Staatsstraße wechseln.

Polizei sind Hände gebunden

Die Polizeidienststelle Viechtach teilte mit, dass hierzu bereits in der Vergangenheit Anrufe von Verkehrsteilnehmern eingegangen seien. Diese meldeten mehrere Stücke Damwild auf der Straße. Jedoch hatte sich das Rudel jedes Mal wieder zurückgezogen, bis die Polizei vor Ort war. Die Beamten gaben die Informationen an die zuständige Untere Jagdbehörde weiter.

Landratsamt sieht sich nicht in der Verantwortung

Nach Angaben des Pressesprechers der Unteren Jagdbehörde, falle dieses Ereignis „nicht in das Zuständigkeitsgebiet“ der Behörde. Hierfür sei die Stadt Viechtach selbst verantwortlich. Erst wenn der Gatterbesitzer seine Verfolgung offiziell aufgibt, dürften sie einschreiten. Um die Autofahrer vor dem Damwild-Rudel zu warnen, habe das Landratsamt an dem betroffenem Straßenabschnitt Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung aufstellen lassen.

Frist für Gatterbesitzer

Auf Nachfrage der Redaktion bei der Stadt, kümmere man sich um den Vorfall. Das Ordnungsamt habe sich kurz zuvor mit dem Landratsamt besprochen. Dem Gatterbesitzer wird voraussichtlich eine Frist gesetzt, um seine Tiere wieder einzufangen. Sollte dies nicht gelingen, werde im nächsten Schritt beratschlagt, ob das Damwild zur Bejagung freigegeben wird.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.