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Damhirsch verfängt sich in Weidezaun

Damhirsch-Weidezaun © Hubertus Steinke
Der Damhirsch war völlig entkräftet und musste von seinem Leid erlöst werden.

Vor wenigen Tagen informierte ein Anwohner den Leiter des Hegerings Lauenbrück (Landkreis Rotenburg, Niedersachsen) Hubertus Steinke über einen Damhirsch, der sich nahe der Ortschaft in einen Weidezaun verheddert hatte. Der Hirsch hatte sich Litzen um sein Geweih gewickelt und bei dem Versuch diese loszuwerden noch enger gezurrt. Die lockeren Litzen stammen, nach Angaben des Jägers, von einer Pferdekoppel, die nicht abgebaut wurde.

Zweiter Vorfall in kürzester Zeit

Steinke sei sofort hingefahren, in der Hoffnung das Stück Damwild aus dem Zaun zu befreien, gibt er gegenüber der Rotenburger Kreiszeitung an. Im Revier angekommen musste der Jäger allerdings feststellen, dass der Hirsch bereits völlig entkräftet und „mehr tot als lebendig“ war. Steinke erlöste das Tier von seinem Leid.

Laut dem Hegeringleiter sei dies bereits der zweite Vorfall innerhalb kürzester Zeit. In der Zeitung appelliert er daher an die Benutzer der Weiden, ihre Zäune genauestens zu kontrollieren und im Winter am besten komplett abzubauen.

Damhirsch-Weidezaun © Hubertus Steinke

Der Hirsch zog ein Knäul aus Litzen und mehreren Zaunpfählen hinter sich her.


Eva Grun
hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.