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Dachs mit Gülle ertränkt – Angeklagte vor Gericht

Dachs-am-Bau © prochym - stock.adobe.com
Aus ihrem Gülletankwagen leiteten die Angeklagten Gülle in den Dachsbau.

Weil sie Ende März einen Dachsbau mit Gülle fluteten, müssen sich drei Angeschuldigte demnächst vor dem Amtsgericht Herzberg (Niedersachsen) verantworten. Einem 68-jährigen Mann und einer 37-jährigen Frau aus dem Altlandkreis Osterode wird vorgeworfen, dass sie Gülle in die Gänge eines Dachsbaus geleitet und die Ausgänge mit Erde zugeschüttet hätten. 

Zeugen beobachteten die Tat

Wie ein Pressesprecher gegenüber der Redaktion erklärte, wurden die Angeklagten bei der Tatausführung von Zeugen beobachtet. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hatte daraufhin einen Durchsuchungsbeschluss für das betreffende Grundstück erwirkt. Dabei konnte ein toter Dachs aufgefunden werden. Dieser wurde von einem Sachverständigen pathologisch untersucht.

Neben Tierschutzvergehen auch unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen

Wie der „Harz Kurier“ berichtet, hätten zumindest der 68-jährige Mann und die Frau das Ertrinken des Dachses beabsichtigt oder zumindest billigend in Kauf genommen. Ein weiterer Mann hätte den beiden Angeklagten dabei geholfen die Einfahrten des Baus mit Erde zu verschließen. Neben dem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz wird den Angeklagten auch der unerlaubte Umgang mit gefährlichen Abfällen vorgeworfen, da sie beim Versuch den Dachsbau zu fluten große Menge Gülle in das Erdreich leiteten.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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