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Coronavirus: Jagd in Brandenburg ist weiterhin möglich

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Dienstag, 24.03.2020 - 18:45
Die Bejagung von Schwarzwild bleibt weiterhin erlaubt. © oroszgy - stock.adobe.com
Die Jagdausübung in Brandenburg bleibt auch während der Kontaktsperre weiterhin erlaubt.

In einem Schreiben der Obersten Jagdbehörde Brandenburg, welches in sozialen Netzwerken aufgetaucht ist, wurde dazu geraten sämtliche Jagdausübungen im Zuge der Eindämmung des Coronavirus bis zum 5. April zu unterlassen. Auf Anfrage der Redaktion beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg (MLUK) erklärte man, dass aufgrund der Nachfragen, welche sich aus dem Schreiben ergeben hätten, eine Klarstellung im Corona-Krisenstab abgestimmt wurde.

Einzeljagd in Brandenburg weiterhin möglich

Zwar seien die Bürger aufgrund der Eindämmungsverordnung angehalten, soziale Kontakte außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushalts auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, jedoch sei die Jagd "grundsätzlich weiterhin zulässig", so das MLUK. "Sie erfolgt aktuell u.a. auch mit dem Ziel, zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest insbesondere in den grenznahen Kreisen beizutragen."

Dabei sei allerdings zu beachten, dass gemäß §11 Abs. 4 der SARS-Cov-2-Eindämmungsverordnung die Jagdausübung entweder allein oder mit maximal einer weiteren Person zu erfolgen habe. "Unterstützung bei Nachsuche, Wildbergung, Wildversorgung ist zulässig, wenn die Mindestabstände zwischen Personen gewahrt bleiben und jede Art von Gruppenbildung unterbleibt. Die Abgabe von Trichinenproben bei den Veterinären/ Veterinärämtern erfolgt kontaktlos", führt das MLUK weiter aus.

Auch Beseitigung von Wildunfällen weiterhin zulässig

Auch dürfen Jäger alle Aktivitäten zur Beprobung von Fallwild beziehungsweise Unfallwild unter Beachtung der Kontaktverbotsregelungen weiter durchführen.