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Coronavirus: "Jäger sind systemrelevante Personen"

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Montag, 23.03.2020 - 16:45
Die Einzeljagd ist trotz Ausgangssperren voraussichtlich auch weiterhin möglich. © Kaspars Grinvalds - stock.adobe.com
Die Einzeljagd ist trotz Ausgangssperren voraussichtlich auch weiterhin möglich.

Nachdem Bayern vergangenen Freitag eine Ausgangsbeschränkung bekanntgegeben hat, verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag eine bundesweite Beschränkung der Kontakte und weitere Maßnahmen gegen das Corona-Virus.

Der Freistaat Sachsen hat weitergehend per Allgemeinverfügung eine „Ausgangssperre“ verhängt, wonach das Verlassen des Hauses ohne triftigen Grund bis einschließlich des 5. Aprils untersagt wird. Auf Anfrage beim sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz und Landwirtschaft, betonte man jedoch, dass die Jagd ein „triftiger Grund“ im Sinne der Allgemeinverfügung sei und alleine oder in Begleitung von Lebenspartnern/ Angehörigen des eigenen Hausstandes weiter ausgeübt werden dürfe. Zudem seien die erforderlichen Aktivitäten zur Beprobung von Fall- und Unfallwild zugelassen.

Jäger gehören zu den "systemrelevanten Personen"

Eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums Baden-Württemberg, erklärte gegenüber der Redaktion, dass Jäger ausdrücklich zu den systemrelevanten Personen gehören und dies insbesondere mit Blick auf die Seuchenprävention zu betonen sei.

Der Landesjagdverband Baden-Württemberg gab in einem Rundschreiben seinen Jägern die Empfehlung, aktuell bei Wildunfällen nur tätig zu werden, wenn die Polizei dazu auffordert. Weiterhin weist der Verband daraufhin, dass die Anlieferung von Wild an Metzgereien sowie die Direktvermarktung weiterhin möglich ist. Dabei sei allerdings die Abstandsregelung zu beachten.

Bei der Begutachtung von Wildschäden durch einen Wildschadensschätzer, können Landwirt und Jäger durch die, mit der Kontaktsperre vorgegebene, Begrenzung auf maximal zwei Personen, momentan jedoch nicht gleichzeitig anwesend sein, weshalb man sich in diesem Punkte verständigen solle. Zudem seien Einzeltätigkeiten wie Salzlecken aufstellen oder die Hundeausbildung weiterhin möglich.