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Coronavirus: Ausgangsbeschränkung gilt nicht für Jäger

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Kathrin Führes
am
Mittwoch, 08.04.2020 - 18:15
Jaeger-im-Wald © romankosolapov - stock.adobe.com
Den Jägern in Deutschland wird eine besondere Bedeutung beigemessen.

In einem Schreiben, das u.a. die Obersten Jagdbehörden der Länder ging, bekräftigte das Bundeslandwirtschaftsministerium, dass eine Befreiung der Jäger von einer "allgemeinen Ausgangssperre" im Zuge des Kampfes gegen das Coronavirus gerechtfertigt sei. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie Bundesinnenminister Horst Seehofer würden der Jägerschaft eine große Bedeutung beim „Schutz vor Wildschäden“ beimessen. Zum Schutz der „systemrelevanten Daseinsvorsorge sowie bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest“ sei daher eine Befreiung von der "Ausgangssperre" gerechtfertigt.

Jägerschaft in Pflicht und Verantwortung

„Ich betrachte die damit ausgesprochene Privilegierung der Jägerschaft gegenüber anderen Teilen der Bevölkerung als hohe Anerkennung, zugleich aber auch als gesellschaftlichen Auftrag für einen konkreten Beitrag, insbesondere zur Sicherung der Ernährungsvorsorge der Bundesrepublik Deutschland“, so Referatsleiter MinRat Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Schweizer. Die Jägerschaft würde damit, mehr als sonst und auch weit über das normale Maß hinaus, in der Pflicht und Verantwortung stehen sich für den Schutz der land- und forstwirtschaftlichen Kulturen vor Wildschäden und wildbedingten Ernteausfällen einzusetzen.

Die Fahrt ins Revier hat dabei auf direktem Weg zu erfolgen und die Jagd darf dabei nur in Form einer Einzeljagd durchgeführt werden.

Die Innenministerien der Länder wurden durch das Bundesinnenministerium entsprechend gebeten, zuständige Stellen, wie etwa die Polizei, über diese Ausnahmeregelung zu informieren.


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