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Corona-Risikogebiete: Was bedeutet das für Drückjagden?

Sammeln-der-Jaeger © DIT
Gesellschaftsjagden können in diesem Jahr nicht wie gewohnt abgehalten werden.

Die Corona-Pandemie hat Deutschland weiter fest im Griff. Aufgrund der enorm steigenden Infektionszahlen hat Bayern nun die Corona-Ampel um eine Farbe erweitert. Ab einem Inzidenzwert von 100 springt die Ampel im Freistaat auf dunkelrot. Dann sind Veranstaltungen auf 50 Personen begrenzt. Doch was bedeutet die neue Warnstufe für die anstehenden Gesellschaftsjagden?

Jagdteilnehmer müssen auf Konsequenzen bei Verstößen hingewiesen werden

Wie das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mitteilt, stellen Gesellschaftsjagden keine privaten Feiern dar, sondern gelten als Veranstaltungen. Damit gilt in der höchsten Warnstufe auch die striktere Beschränkung der Teilnehmerzahl auf 50 Personen. „Angesichts der dynamischen Entwicklung bitten wir, mit Nachdruck an die Jägerinnen und Jäger zu appellieren, die allgemeinen Schutzregeln wie auch die Hygienekonzepte konsequent einzuhalten“, so das Ministerium weiter.

Es könne außerdem ratsam sein, bei der Ausgestaltung des Hygienekonzepts auch die Aufteilung der zu bejagenden Revierflächen in sogenannte Jagdbögen mit getrenntem organisatorischem Ablauf in die Überlegung einzubeziehen. So könnte man die Personenzahl, mit Hinblick auf die Begrenzung auf 50 Personen pro Veranstaltung, wirkungsvoll eingrenzen, gibt das Landwirtschaftsministerium zu bedenken. Des weiteren müssen Jagdleiter bei der Einladung sowie Begrüßung die Jagdteilnehmer auf die Vorgaben und mögliche Konsequenzen bei Verstößen detailliert hinweisen.

Keine Jagdgäste aus Risikogebieten in Baden-Württemberg

Auch andere Bundesländer haben über aktualisierte Corona-Verordnungen die Bedingungen zur Abhaltung von Gesellschaftsjagden weiter spezifiziert. So gibt Baden-Württemberg an, dass bei Bewegungsjagden mit über 10 und bis zu 100 Personen die besonderen Anforderungen der §§4-8 CoronaVO eingehalten werden. Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in einem laut Robert-Koch-Institut ausgewiesenen internationalen Risikogebiet außerhalb Deutschlands aufgehalten haben, dürfen an Jagden in Baden-Württemberg nicht teilnehmen. Dies betrifft derzeit u.a. Jagdgäste aus Teilen Österreichs, aus der Schweiz sowie Polen, so der Landesjagdverband Baden-Württemberg.

Die Regelungen in Bezug auf Gesellschaftsjagden werden in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt und zum Teil auch auf Landkreisebene strenger vollzogen. Eine Rücksprache mit der zuständigen Jagdbehörde empfiehlt sich daher.


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