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Corona-Regeln für Jagden in Sachsen, Thüringen und Brandenburg

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Montag, 02.11.2020 - 17:49
Jaeger-Warnfarbe © Bergringfoto - stock.adobe.com
Drückjagden zu Corona-Zeiten? Viele Bndesländer lassen das mittels Sonderregelungen zu.

Nach Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg, haben nun auch weitere Bundesländer verkündet, wie es mit Drückjagden währen des „Lockdown Light“ laufen soll.

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft gab auf Anfrage der Redaktion an, dass Bewegungsjagden bis max. 100 Jagdteilnehmer weiter zugelassen seien. Jedoch sei eine Teilnehmerliste zu führen, auf den Mindestabstand zu achten und Fahrgemeinschaften dürften nicht mehr als zwei Personen beinhalten. Auf das Streckelegen und das Überreichen der Brüche solle verzichtet werden. Weiter empfehle man die Bewegungsjagden mit den örtlichen Gesundheitsämtern abzustimmen und die tagesaktuellen, sich womöglich ändernden Regelungen zu beachten. Zudem weißt das Ministerium daraufhin, dass für Jagdteilnehmer an Drückjagden ein Beherbungsverbot gilt.

Regelungen in Sachsen

Auch Sachsen regelt, wie Drückjagden zu erfolgen haben. Das sächsische Sozialministerium gab gegenüber der Redaktion an, dass die Jagd grundsätzlich als systemrelevant einzustufen sei. Eine Einzeljagd sei, wie im Frühjahr auch, ohne Probleme möglich. Ob Drückjagden durchgeführt werden können, hänge stark von der jeweiligen Organisation ab. Es sei aber festzustellen, dass die Jagden „derzeit jedenfalls nicht als das bekannte und geschätzte jagdliche und gesellschaftliche Ereignis mit Schüsseltreiben u. ä. durchgeführt werden kann.“

Aktualisierung am 3.11.2020, 9.45 Uhr

Das sächsische Sozialministerium teilte gegenüber der Redaktion mit, dass man sich über die Durchführung von Drückjagden doch nicht so sicher sei, da die Corona-Schutz-Verordnung dem einen Riegel vorschieben würde und nur 10 Personen aus 2 Haushalten zugelassen seien. Die Angelegenheit solle, insbesondere im Hinblick auf den ASP-Ausbruch, im Corona-Krisenstab verhandelt werden.

Aktualisierung am 5.11.2020, 14.00 Uhr

Das sächsische Umweltministerium gab auf Anfrage der Redaktion bekannt, dass der Freistaat Regeln erlassen habe, die gemeinschaftliche Jagden auch unter Corona-Pandemiebedingungen ermöglichen. Das Sozialministerium hat festgelegt, dass Formen der gemeinschaftlichen Jagdausübung (Gesellschaftsjagden, Bewegungsjagden, Ansitz-Drückjagden, Drückjagden, Gruppenansitze etc.) grundsätzlich auch nach der derzeit geltenden Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung (SächsCoronaSchVO) vom 30. Oktober 2020 möglich sind (Rechtgrundlage: § 2 Absatz 5, § 5 Abs. 4 SächsCoronaSchVO), sofern ein entsprechendes Hygienekonzept gemäß § 5 Absatz 4 der SächsCoronaSchVO vorliegt.

Auch in Brandenburg Gesellschaftsjagden zulässig

Das Bundesland Brandenburg gab auf seiner Website an, dass Gesellschaftsjagden, soweit diese zur Erfüllung des Schalenwildabschusses oder zur Tierseuchenbekämpfung und -prävention nötig seien, erlaubt sind. Weitere Informationen nannte das Ministerium bisher auf Nachfrage der Redaktion nicht.


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