+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 193 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 1.12.2020) +++
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Corona-Beschränkungen: Situation in Bayern weiter unklar

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 05.11.2020 - 16:30
Bewegungsjagd-Hunde © Rionegro - stock.adobe.com
In Bayern gibt es noch immer keine endgültige Regelung, wie es mit Gesellschaftsjagden weitergehen soll.

Die meisten anderen Bundesländer haben mittlerweile Regelungen gefunden, ob und unter welchen Voraussetzungen Gesellschaftsjagden unter den aktuellen Corona-Beschränkungen weiter stattfinden können. Doch in Bayern konnten sich die zuständigen Ministerien noch immer nicht auf eine endgültige Lösung einigen.

Veranstaltungen in Bayern komplett untersagt

Anders als die anderen Bundesländer hatte Bayern nicht nur alle Veranstaltungen, die der Unterhaltung bzw. Freizeit dienen, verboten, sondern ein generelles Veranstaltungsverbot ausgesprochen. Mit diesem "knallharten" Weg wurde jedoch auch die Möglichkeit der Abhaltung von Gesellschaftsjagden genommen. Denn Gesellschaftsjagden gelten in Bayern als Veranstaltungen, dadurch konnte man bisher die Regelung mit festgelegter Personenanzahl anders regeln. Dies geht nun nicht mehr. 

Wie das Staatsministerium angibt, sei dem Ministerium die "hohe Bedeutung der Bewegungsjagd beim Schalenwild bewusst, vor allem vor dem Hintergrund der herannahenden Schweinepest und der Erfüllung der Abschusspläne." Daher stehe man im intensiven Austausch mit dem Gesundheitsministerium.

Gesundheitsamt kann Jagden ggf. genehmigen

"Bei Bewegungsjagden mit Teilnehmern, für die die Jagdausübung weder zur Berufsausübung gehört, noch eine Dienstpflicht darstellt, und bei denen wegen der Terminierung eine abschließende Entscheidung durch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nicht abgewartet werden kann, besteht die Möglichkeit, sich an das zuständige Gesundheitsamt zu wenden."  Bewegungsjagden mit Teilnehmern, für die die Jagdausübung zur Berufsausübung gehört oder eine Dienstpflicht darstellt, seien unter den aktuellen Hygienevorgaben jedoch auch weiterhin zulässig.

Das Ministerium kann noch immer nicht abschätzen, wann eine abschließende Entscheidung für die Abhaltung von Gesellschaftsjagden in Bayern vorliegt.

Mecklenburg-Vorpommern erlaubt Drückjagden

In Mecklenburg-Vorpommern hat man, im Gegensatz zu Bayern, Regelungen geschaffen. Wie das Landwirtschaftsministerium berichtet, "ermöglicht die neue Corona-Verordnung in § 8 Absatz 2 Satz 1, dass Drückjagden zur Tierseuchenbekämpfung als Veranstaltung „zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung“ auch weiterhin durchgeführt werden können. Da diese Drückjagden im öffentlichen Interesse und nicht zu touristischen Zwecken durchgeführt werden, gilt für ihre Teilnehmer auch das Beherbergungsverbot in § 4 Satz 1 der Verordnung nicht." 

Eigenjagdbesitzer, Jagdpächter und Inhaber von entgeltlichen Jahresjagderlaubnissen dürfen weiterhin einreisen, damit diese ihren jagdrechtlichen gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen können. Für alle anderen Jagdgäste, die nicht aus Mecklenburg-Vorpommern kommen oder dort einen Nebenwohnsitz haben, gilt aber grundsätzlich das Einreiseverbot.

Hier finden Sie die Handlungshinweise für Mecklenburg-Vorpommern


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