+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 193 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 1.12.2020) +++
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Corona-Beschränkungen: Diese Regeln gelten in Hessen bei der Jagd

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Freitag, 30.10.2020 - 17:50
Hundeführer bei einer Jagd © Bergringfoto - stock.adobe.com
Gesellschaftsjagden müssen ab dem 2. November in Hessen genehmigt werden.

Wie das hessische Umweltministerium gegenüber der Redaktion bekannt gab, gelten in Hessen ab dem 2. November neue Regelungen bei der Durchführung von Gesellschaftsjagden.

Zwar gilt eine Gesellschaftsjagd grundsätzlich als "Zusammenkunft im im Sinne der Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten", jedoch bestünde an dieser Zusammenkunft nach Einschätzung des Ministeriums ein besonderes öffentliches Interesse. Dies gilt insbesondere, wenn sie der Tierseuchenprävention, im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest, oder der Vermeidung von Verbissschäden durch Schalenwild dient. Das Umweltministerium bittet daher die Jäger, auch in der aktuellen Pandemiesituation die Jagden durchzuführen. Jedoch bedarf es ab dem 2. November einer Genehmigung für die Durchführung einer Gesellschaftsjagd. Laut des LJV Hessen sind für die Genehmigung die örtlichen Gesundheitsämter zuständig.

Auch zum Ablauf der Jagd gibt das Ministerium genaue Hinweise: Ansammlungen sind zu vermeiden. Der Treffpunkt zum Sammeln der Jäger muss so ausgewählt werden, dass der Mindestabstand zwischen den Personen eingehalten werden kann, ansonsten sind mehrere Treffpunkte oder eine zeitliche Entzerrung notwendig.

Der Kontakt zwischen den Jagdteilnehmern ist grundsätzlich zu vermeiden. "Es wird empfohlen, feste Anstellergruppen von maximal 10 Personen zu bilden, in denen sich die Jagdteilnehmenden unter Wahrung des Mindestabstandes während des gesamten Jagdtages aufhalten", so das Ministerium. Auch soll der Ansteller die Koordination und Meldung der Wildbergung und -versorgung, Streckenmeldung sowie Nachsuchenkoordination möglichst alleine übernehmen. "Das Aufbrechen und Bergen des Wildes darf nur innerhalb der Anstellergruppe oder durch einen festen Bergetrupp erfolgen."

Aufbrechen durch festgelegte Teams

Einweisungen, Sicherheitsunterweisungen sowie andere Erklärungen und Hinweise sollen, nach Wunsch des Ministeriums, bereits im Vorfeld schriftlich erfolgen. Auch um die Begleichung von Unkostenbeiträgen wird bereits im Vorlauf gebeten. Jagdschein- sowie Schießnachweiskontrolle sollen innerhalb der Anstellergruppe oder bei der Anfahrt durch den Einweisenden durchgeführt werden. Sofern Jagdteilnehmer eine Unterschrift leisten müssen, soll jeder Jagdteilnehmer dafür einen eigenen Stift benutzen. Fahrgemeinschaften sind zu vermeiden. Sollte dies nicht möglich sein, müssen alle Mitfahrer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Ein zentrales Aufbrechen soll nur durch ein festgelegtes Team erfolgen, Dritte sollten dazu keinen Zutritt haben. Beim Aufbrechen wird das Tragen von einer Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen.

Jagdleiter trägt Sorge für Einhaltung der Regelungen

Das Umweltministerium weißt ebenfalls daraufhin, dass auf ein Strecke legen, das Verblasen sowie ein Verteilen der Brüche zu verzichten ist. Auch sollte auf eine Verpflegung der Jagdteilnehmer vor Ort verzichtet werden.

"Für die Einhaltung der Regelungen aufgrund der Coronapandemie trägt der Jagdleiter Sorge. Selbstredend sind daneben alle weiteren, für den Jagdablauf relevanten Vorschriften einzuhalten", so das Ministerium.

Hier finden Sie die Hinweise zu Gesellschaftsjagden in Hessen


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