+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 778 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 4.3.2021) +++
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Corona-Ausgangssperre: Was bedeutet das für Jagd und Jäger?

Redaktion jagderleben
am
Freitag, 11.12.2020 - 07:16
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Hochsitz-bei-Nacht © Cans Travel+Nature - stock.adobe.com
Die Ausgangssperren gelten in Baden-Württemberg auch für Jäger.

Aktualisiert am 14. Dezember 2020, 9.30 Uhr

Ab Mittwoch gilt in Deutschland wieder ein Lockdown. Die unten aufgeführten Regelungen geben den Stand vom 11. sowie 14. Dezember wider. 

Die Corona-Situation spitzt sich in Deutschland wieder zu. Als Maßnahme haben einige Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg nächtliche Ausgangssperren erlassen. Doch was bedeuten diese Beschränkungen für die Jagdausübung?

Anders als im Frühjahr und Sommer, als die Jagd noch als systemrelevant galt und die damaligen Ausgangsbeschränkungen keine Auswirkungen auf Jäger hatten, stellt sich die Situation nun anders da. Wie der Landesjagdverband Baden-Württemberg berichtet, sind jagdliche Betätigungen, wie z.B. die Schwarzwildbejagung oder Beseitigung von Wildunfällen, von der Ausgangssperren, die von 21 bis 5 Uhr gilt, betroffen.

Das Ministerium für ländlichen Raum gab in einem am 13. Dezember veröffentlichten Schreiben bekannt, dass Bewegungsjagden unter Einhaltung der Hygienebestimmungen weiterhin erlaubt seien. Auch die Einzeljagd auf Schwarzwild und anderes Schalenwild sei erlaubt. Die Wohnung darf für eine Einzeljagd, die nicht der Tierseuchenprävention diene, hingegen nur zwischen 5 Uhr und 20 Uhr verlassen werden.

Schwarzwildbejagung ist Ausnahmegrund in Bayern

Auch in Bayern gilt in Corona-Hotspots eine nächtliche Ausgangsperre von 21 bis 5 Uhr. Wie das Ministerium jedoch bekannt gibt, stellt die Jagdausübung auf Schwarzwild zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest einen Ausnahmegrund im Sinn des § 25 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe h der 10. BayIfSMV dar. Somit ist ein Verlassen der Wohnung auch nach 21 Uhr möglich.

Auch dürfen Jäger zwischen dem 23. und 26. Dezember der Jagd und Revierarbeiten wie beispielsweise dem Hochsitzbau nachkommen. Die Tätigkeiten stellen nach Aussagen des Ministeriums einen triftigen Grund dar. Dabei darf die Anzahl der Angehörigen aus dem eigenen Hausstand sowie von weiteren Personen eine Gesamtanzahl von höchstens zehn Personen nicht überschreiten. Kinder bis 14 Jahren zählen hier nicht dazu.

Weitere Informationen entnehmen Sie dem Wildtierportal.

Maßnahmen zur Tierseuchenbekämpfung in Hessen erlaubt

Auch Hessen verhängt für Corona-Hotspots ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Wie die Landesregierung angibt, sei dass Verlassen der Wohnung zur "Versorgung von Tieren sowie zu Maßnahmen der Tierseuchenbekämpfung und -prävention" erlaubt. Daher sollte eine Jagdausübung in Hessen weiterhin möglich sein. 

Situation in Sachsen

In Sachsen gibt es ab kommenden Montag weitere Verschärfungen, in wie weit diese auch die Jagdausübung betreffen, konnte das das sächsische Staatsministerium für Soziales auf Anfrage der Redaktion noch nicht mitteilen.


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