+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 958 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 9.4.2021) +++
Home News Chronic Wasting Disease (CWD): Mithilfe von Jägern gefragt

Chronic Wasting Disease (CWD): Mithilfe von Jägern gefragt

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Mittwoch, 07.04.2021 - 11:45
Kahlwild-im-Laubwald © era Kuttelvaserova - stock.adobe.com
Inwieweit Rotwild von der Chronischen Auszehrkrankheit befallen werden kann, soll erforscht werden.

Der Deutsche Jagdverband bittet darum, ein Forschungsprojekt zur Chronischen Auszehrkrankheit (Chronic Wasting Disease; CWD) des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) zu unterstützen. Ziel des vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Projekts ist es, herausfinden inwieweit heimische Hirscharten für CWD anfällig sind. Hierzu werden Gewebeproben (1 Gramm) von Organen wie beispielsweise Milz, Niere oder Herz von Rot-, Reh- und Sikawild benötigt. Jäger können auch Proben vom Gehirn oder tiefe Halslymphknoten einschicken. Damwild sei nicht betroffen.

Chronic Wasting Disease wird durch ein infektiöses Prion-Protein (fehlgefaltetes Eiweiß) ausgelöst. Befallene Tiere wirken apathisch, magern ab und sterben. Der Erreger ist extrem umweltresistent: Er überlebt Jahrzehnte im Boden, übersteht sämtliche Waschgänge oder übliche Desinfektionsmittel. Erstmals trat die Chronische Auszehrkrankheit in den 1960er Jahren in Nordamerika auf. Seit 2016 beschäftigt sie auch Europa – insbesondere Skandinavien.

Leitfaden für Jäger


Kommentieren Sie