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Chaoten rammen Hochsitze

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Donnerstag, 05.03.2015 - 01:10
Denkbar ungünstig: Der gestohlene Transporter wurde über einer Gasleitung in Brand gesteckt. Foto: S. Koepp © S. Koepp
Denkbar ungünstig: Der gestohlene Transporter wurde über einer Gasleitung in Brand gesteckt. Foto: S. Koepp

„Die müssen schon eine leere Murmel haben“, beschreibt der Revierförster Bernd Kugler die sinnlose Zerstörungswut der unbekannten Täter, die wohl seit Mitte letzter Woche seine Hochsitze demolieren. Die erste Beschädigung entdeckte er am Freitag. Eine kleine Kanzel sei mit einem Fahrzeug umgeworfen worden. „Überall lagen rote Splitter der Rücklichter“, erklärte Kugler im Gespräch mit der Redaktion. Am Sonntag stieß er auf ein ähnliches Bild. Diesmal wurde jedoch ein massiver Hochsitz zerstört. Deutliche Fahrspuren in der Wiese ließen auf den Tathergang schließen. „Die müssen so lange dagegen gefahren sein, bis die Kanzel umgefallen ist“, ärgerte sich der Förster. Wenig später habe er dann sogar das festgefahrene und schrottreife Auto auf einer Schneise gefunden, der Schlüssel steckte.
Nicht einmal zehn Kilometer entfernt hat sich die Krawall-Fahrt dann wohl fortgesetzt. Diesmal mit einem gestohlenen Transporter. Förster Stefan Koepp berichtete gegenüber jagderleben, dass bei ihm zwei massive Hochsitze und vier Drückjagdböcke gerammt und umgefahren wurden. Zudem seien sie noch gegen eine dicke Eiche, mehrere Kiefern und Schilder gefahren. Zu guter Letzt steckten die Vandalen das Fahrzeug mitten im Wald in Brand: „Ich bin froh, dass das im Winter passiert ist“, so Koepp.
Die Förster verständigten daraufhin die Polizei. Zum Motiv konnte Polizeisprecherin Dörte Röhrs noch nichts Konkretes sagen: „Die Ermittlungen laufen. Der letzte Halter des Wagens konnte ermittelt werden. Das Auto ist jedoch seit Februar 2014 abgemeldet. Aufgrund der Ähnlichkeit der Vorgehensweise schließen wir nicht aus, dass die beiden Taten im Zusammenhang stehen."
MH