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Chance fürs Niederwild?

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Montag, 19.01.2015 - 01:10
Über bessere Lebensräume würden sie sich sicher nicht beschweren. Foto: Jens Krüger © Jens Krüger

Die sogenannten „Wildlebensraumberater“ sitzen an den Fachzentren für Agrarökologie der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), je Regierungsbezirk einer. Bayern ist damit das bislang einzige Bundesland, das solche hauptberuflichen und von Stiftungen unabhängigen Berater hat. Projektleiter Dr. Christof Janko beschreibt deren Aufgabe wie folgt: „Sie sollen über Möglichkeiten, wie die Biodiversität im Offenland gefördert werden kann, beraten und bei der Umsetzung helfen. Unsere Hauptfokusarten sind dabei Hase, Rehwild, Rebhuhn, Singvögel des Offenlandes, aber auch Hummeln, Bienen und andere Insekten.“ Dabei soll aktiv auf Jäger und Bauern zugegangen werden.
Mögliche Maßnahmen wären Blühflächen am Waldrand, Hecken, Zwischenfruchtanbau und Winterbegrünung. Sie beruhen natürlich auf Freiwilligkeit. Um den Landwirten aber entsprechende Anreize zu geben, existiert in Bayern das „Kulturlandschaftsprogramm“ (KULAP). Der Arbeit der Berater trifft vorerst nur das Offenland, nicht den Wald. Der Grund: „In der Agrarlandschaft ist der Artenschwund derzeit deutlich massiver. Wir sammeln aber vorsorglich auch Vorschläge zur Verbesserung im Wald“, so Janko weiter. Ab kommenden Frühjahr sollen die Berater für Sie zur Verfügung stehen.
MW