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CDU will Wolf ins Jagdrecht aufnehmen – SPD ist dagegen

Wolf-Rudel © Patrick J. - stock.adobe.com
Soll der Wolf ins Jagdrecht? Darüber sind sich CDU und Niedersachsen uneinig.

Die Diskussionen um den Wolf reißen in Niedersachsen nicht ab. Nachdem es immer wieder zu Wolfsrissen bei Nutztieren kommt (zuletzt wurden zwei Jungpferde gerissen) und man bereits im vergangenen Jahr den Leitrüden des Rodewalder Rudels zum Abschuss freigegeben hatte, soll nun, nach Willen der CDU, der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen werden.

Wie die Landtagsfraktion berichtet, habe man beschlossen, die Aufnahme von Isegrim im Zuge der geplanten Jagdrechtsnovelle im Jahr 2021 ins Jagdrecht zu fordern. „Wir wollen Klarheit schaffen. Der Wolf gehört ins Jagdrecht und die Diskussion, ob und warum muss beendet werden. Die Nutztierhalter, wie zuletzt unsere niedersächsischen Pferdebesitzer, haben für das Hin und Her in der öffentlichen Diskussion kein Verständnis mehr“, so Martin Bäumer, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

SPD sieht die Aufnahme als falsches Signal

Die SPD sieht das allerdings anders. Auf Nachfrage der Redaktion gab Fraktionssprecher Tobials Heilmann an, dass der Vorschlag der CDU, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, zum jetzigen Zeitpunkt ins Leere führen würde. „Der Wolf hätte ein ganzjähriges Schutzrecht und dürfte nicht gejagt werden. Die Aufnahme ins Jagdrecht würde suggerieren, dass die Jäger zum Wolfsmanagement beitragen, obwohl sie es praktisch nicht dürften. Das wäre das falsche Signal“, so Heilmann. Stattdessen setzt die SPD auf die Wolfsverordnung, welche derzeit vom Umweltministerium erarbeitet wird. „Mit dieser Verordnung würden wir einen Status erhalten, womit Wölfe unter bestimmten Bedingungen entnommen werden können. Solange der Status des Wolfes im Bundesnaturschutzgesetz so bleibt, ist das die richtige Lösung, um Tier- und Herdenschutz gerecht zu werden“, erklärt der Fraktionssprecher weiter.


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