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CDU fordert Jagd in Schutzgebieten und Abschussprämie

Die Abschussprämie soll unabhängig von Alter und Größe der Wildschweine gezahlt werden (Symbolbild).


Die CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern will die Jagd auf Schwarzwild in Schutzgebieten ausweiten. Außerdem sollen eine Abschussprämie eingerichtet und bisher verbotene technische Hilfsmittel freigegeben werden. Die Artenschutzpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Beate Schlupp teilt mit: „Es kann nicht Sinn der Sache sein, außerhalb von Nationalparken und Naturschutzgebieten alle Maßnahmen zur Reduzierung des Wildschweinbestandes zu unternehmen, nur damit sich die Wildschweine dann ungestört in die weitreichenden Schutzgebiete des Landes zurückziehen. Der Jagddruck muss auch hier verstärkt werden, um das Ziel der Bestandsreduzierung zu erreichen."

Umgesetzt werden soll dies durch vermehrte Drückjagden in diesen Gebieten und die Freigabe für die Einzeljagd. Ziel sei es laut CDU-Umweltreferent Gunnar Hennings so eine Jahresstrecke von 80.000 Stück Schwarzwild (JJ 2015/16 ca. 58.000 Stück) zu erreichen.

50 Euro Abschussprämie

Damit der Anreiz für die Jägerschaft trotz schwieriger Wildbretvermarktung und den Kosten für die Trichinenuntersuchung hoch genug ist, soll aus Sicht der CDU eine Abschussprämie in Höhe von 50 Euro pro Wildschwein aus der Landeskasse bereitgestellt werden. Dies soll unabhängig von Alter und Gewicht der erlegten Stücke erfolgen.

Der Vorschlag ist bereits mit dem Koalitionspartner, der SPD, abgestimmt. Allerdings wollen die Sozialdemokraten nur 25 Euro pro Stück an die Erleger auszahlen. Um die Jagd auf die Schwarzkittel noch weiter zu intensivieren, sei laut Hennings außerdem geplant, beispielsweise die Jagd mit Lampen oder Wärmebild zu erlauben.


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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